Elf Humoresken - Klavier - Widmann
Klavier
Der auf Robert Schumann verweisende Titel gibt bereits den Grundton dieser zwischen romantischer und zeitgenössischer Tonsprache wechselnden Charakterstücke vor. So unterstreicht es der Komponist auch in seinem Vorwort: "Möge der Interpret in jedem der Stücke dessen ganz eigenen Tonfall entdecken und ihn, mal spöttisch, dann wieder trocken, hier melancholisch verhangen, aber immer mit Humor und Feinsinn zum Klingen bringen. "

I Kinderlied, II Fast zu ernst, III Anfangs lebhaft, IV Waldszene, V Choral, VI Warum?, VII Intermezzo, VIII, Zerinnendes Bild, IX Glocken, X Lied im Traume, XI Mit Humor und Feinsinn
 Hallstudie - Klavier - Widmann
Klavier
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 Lichtstudie III - Klavier - Widmann
Klavier
 Toccata - Klavier - Widmann
Klavier
 Fantasie - Klarinette in B - Widmann
Klarinette
Das ganze Raffinement des zeitgenössischen Klarinettenklangs entfaltet Jörg Widmann, international gefragter Solist und Professor für Klarinette an der Musikhochschule Freiburg, in seinen "Fünf Bruchstücken" für Klarinette und Klavier (KLB 54) und in dieser "Fantasie" für Klarinette solo. Nimmt in den "Fünf Bruchstücken" das Geräusch als expressives Ausdrucksmittel breiten Raum ein, so geht die "Fantasie" durchaus vom gewohnten romantischen Wohlklang aus, dies allerdings mit ironischen Abstechern zur U-Musik-Funktion der Klarinette in Tanz-, Klezmer- und Jazzmusik.

 Fünf Bruchstücke - Klarinette (in A und B) und Klavier - Widmann
Klarinette und Klavier
 Sphinxensprüche und Rätselkanons - Partitur und Stimmen - P+St - Sopran (Vokalisen), Klarinette und Klavier Partitur+Stimmen - Widmann
Klarinette und Klavier
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 Air - Horn - Widmann
Horn
Das Hornstück "Air" ist in seinen spieltechnischen Anforderungen durchaus virtuos, denn es entstand 2005 als Pflichtstück für den 54. Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Zugleich ist es jedoch ganz auf einen schlichten, gesanglichen Gestus ausgerichtet - "Air" in seiner wörtlichen Bedeutung als "Luft" und seiner tradierten Bedeutung als "Melodie".
Das Tonmaterial besteht aus verschiedenen, teilweise miteinander gekreuzten Naturtonreihen. Durch diesen mikrotonalen Kosmos und den steten Wechsel von offenem und gestopftem Spiel entsteht ein spannendes Naturstück über Nähe und Ferne.

 24 Duos - Heft I (1-13) - Spielpartitur - SP - Violine und Violoncello - Widmann
Violine und Cello
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Heft 1: I Tempo giusto, II Alla breve, ma pesante, III Lento un poco andante, IV Sehr markiert, V Frage, VI Scherzando (un poco sostenuto), VII Andante cantabile, VIII Tempo giusto, IX Calmo * X Dunkler Tanz, XI Gigue, XII Kanon-Fragment, XIII Vier Strophen vom HeimwehHeft 2 : I Capriccio, II Canto, III Petit ballet mécanique (Pas de deux), IV Choral, V Moderato un poco allegretto, VI Tanz (mit Quinten und Sexten), VII Ängstlich, zögernd, VIII Valse bavaroise, IX Lamento, X Deciso, con brio, XI Toccatine all'inglese
 24 Duos - Heft II (14-24) - Spielpartitur - SP - Violine und Violoncello - Widmann
Violine und Cello
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 1. Streichquartett Partitur+Stimmen - Komp.: Widmann
2 Violinen, Viola und Cello
Die fünf Streichquartette von Jörg Widmann sind wie jene seines Lehrers Wolfgang Rihm kurzgefasste Studien. Einzeln aufgeführt steht der jeweilige technische und ästhetische Kerngedanke im Vordergrund. Als Zyklus aufgeführt nähern sie sich dagegen der bekannten klassischen Mehrsätzigkeit an.
Thema des 1. Streichquartetts ist das Beginnen schlechthin: in einer Introduktion verwandeln sich Pressklänge erst mühsam in Flageolette. Dann ist es die Bratsche, das 'Stiefkind' der Streichquartettliteratur, die die musikalische Arbeit aufnimmt und bestimmt. Den Schlusspunkt setzt eine anspruchsvolle, achtstimmige Doppelgriff-Polyphonie aller Instrumente.

 4. Streichquartett Partitur+Stimmen - Komp.: Widmann
2 Violinen, Viola und Cello
 Choralquartett Partitur+Stimmen - Komp.: Widmann
2 Violinen, Viola und Cello
Mein II. Streichquartett ist ein einziger langsamer Satz. Das Stück bezieht sich an keiner Stelle konkret auf Joseph Haydn's "Sieben letzte Worte", wäre aber ohne das Wissen um dieses Werk undenkbar. Die Haydn'sche Satzfolge von ausschließlich (bis auf das abschließende Erdbeben) langsamen Sätzen ist nach wie vor von schockierender Eindringlichkeit. Voch verstörender ist für mich das gelassene zuversichtlich-heitere Annehmen des Todes bei Haydn (das "Lächeln" der A-Dur-Pizzikato-Terzen!).
Bei der Beschäftigung mit der Kreuzigungsthematik waren für mich der "Weg", der "letzte Gang" die entscheidenden Begriffe. Mein Stück beginnt am Ende eines Weges. Es sind lauter letzte Klänge, Phasen der Vergeblichkeit, die nirgendwoher kommen und nirgendwohin führen. Das entsetzliche Reiben und Schmirgeln von Haut auf Holz wird zum Thema gemacht und durch Stille verbunden mit tonal Choralhaftem.
Mich interessiert daran, wie im Verlauf des Stückes Geräusch nicht mehr für Desolates, und Tonales nicht mehr für Zuversicht steht.

 Fieberphantasie - Klavier, Streichquartett und Klarinette in B (Bassklarinette in B) Partitur+Stimmen - Widmann
Klarinette, 4 Streicher und Klavier
Mit dem Titel dieser Komposition verweist Jörg Widmann auf ihren musikalischen Gestus: "Robert Schumanns Melodik empfinde ich oft wie das Ausschlagen einer Fieberkurve: nervös, flackernd, fiebrig, unendlich viele kleinere und größere Wellenberge und Wellentäler innerhalb des großen Linienzugs."

Diesem klanglichen Phänomen nähert sich der Komponist mit einer Besetzung von akustischen Instrumenten. Dabei gelingt es ihm, höchst ungewöhnliche Klangspektren hervorzuzaubern. Über weite Strecken handelt es sich um eine Realisationspartitur, die zwar keine konkrete Tonhöhe, dafür aber umso detailliertere Spielanweisungen enthält. Aus
aufsteigenden Pizzicatolinien, fahlen Klangflächen, durch Tremoli aufgerauten Flageolettklängen und virtuosen Klarinettenskalen werden langsam einzelne Töne herausgearbeitet, die erst zum Schluss des Werkes ihre Herkunft verraten: C - F - E - Dis, der Beginn von Schumanns erster Violinsonate.

 Nachtstück - Klarinette in A, Violoncello und Klavier Partitur+Stimmen - Widmann
Klarinette in A, Cello und Klavier
 Quintett - Oboe, Klarinette in A, Fagott, Horn und Klavier Partitur+Stimmen - Widmann
Oboe, Klarinette in A, Fagott, Horn und Klavier
 Sieben Abgesänge auf eine tote Linde - Partitur und Stimmen - P+St - Sopran, Klarinette (in A und B), Violine und Klavier Partitur+Stimmen - Widmann
Klarinette, Violine und Klavier
Es war 1996, als mir Christoph Poppen, der damalige Leiter des Münchener Kammerorchesters, von einem kuriosen Konzert in Münsing (Ammerland) erzählte: während eines seiner Konzerte mit dem Orchester in der dortigen Kirche gab es, für alle hör- und sichtbar, eines der größten Unwetter, das die Region je gesehen hatte. Dabei schlug der Blitz ein in eine Art Wahrzeichen des Ortes, eine mehrere Jahrhunderte alte Linde.

nter den Zuhörern damals: die dort lebende Dichterin und Schriftstellerin Diana Kempff. Sie war unmittelbar erschüttert vom Tod der Linde und schrieb unter diesem Eindruck einige Gedichte. Christoph Poppen wiederum war - wie in vielen anderen Zusammenhängen auch - genialer Vermittler und stellte alsbald den Kontakt zu mir her. Die Idee: am Ort des Geschehens, in der Münsinger Kirche, solle ein Jahr später die Uraufführung einer Art Requiem für diesen Baum, der so vieles "gesehen" hatte, erklingen. Im Rahmen der Holzhauser Musiktagen mit den Texten von Diana Kempff und meiner (noch zu schreibenden) Musik.


Es gab bald eine wunderbare, sehr intensive Begegnung von Diana Kempff und mir, bei der sie etwas für Schriftsteller nicht gerade Typisches tat: sie stellte mir frei, aus den vorliegenden Gedichten nach Belieben lediglich Teile, sogar nur Zeilenfragmente zu verwenden und auch die Reihenfolge nach meinen Bedürfnissen anzuordnen und zu gestalten. Sie begriff sofort (und wünschte!), dass durch die Musik ohnehin etwas Drittes, etwas ganz Anderes entstehen würde. Die Tatsache, dass wir Monate später eine sichtlich bewegte Diana Kempff auf die Bühne holen durfte, freute uns alle besonders.

Ihre Lyrik ist Ausdruck einer offenkundig zutiefst gequälten Seele und kommt uns oft wunderlich-versponnen entgegen. Einer zerbrechlichen Zartheit steht eine bisweilen fast brutale Härte unversöhnlich gegenüber. Das Schubert'sche "Fremd bin ich eingezogen" gilt für sie in besonderer Weise und äußert sich in ihren Versen in einer Nähe zu allem Fremden (trotz des gleichzeitigen manischen Umkreisens des Eigenen und der eigenen Erinnerung), Abseitigen und auch (bei aller gleichzeitigen Skepsis) Übernatürlichen. Dieses geisterhaft-spukige Element versuchte ich durch meine Textauswahl und mit musikalischen Mitteln in diesen nun" Sieben Abgesängen" zu verdeutlichen.

Das erste Stück ist eine karge Studie über das Verrinnen der Zeit, das Nichts; das Zweite beschwört den Regen (den heilbringenden) herbei, der dann später - wenngleich mit entsetzlicher Wirkung - auch kommt. Den dritten Abgesang habe ich "Tanz der toten Seelen" betitelt; es ist ein Zwiefacher, der jedoch durch seine düster-halbseidene "Wiener" Chromatik alles Liebenswürdig-Oberbayerische längst verloren hat. Das klanglich vielleicht avancierteste und dichteste Stück ist der vierte Abgesang, der ganz aus der Perspektive der Linde selbst erzählt wird. Der fünfte Abgesang zu den Worten "Und wenn der Tod so kommen mag" ist im Stile einer traurigen Volksweise bewusst schlicht gehalten. Während der sechste Satz in seinem expressionistischen Gestus nicht ungefährlich das Monodram streift, ist es schließlich die Seele (die ausgehauchte, die weiterexistierende?), die wörtlich den letzten Abgesang über die Bäume und die Seelen prägt.

Diana Kempffs Gedichte, der Enthusiasmus Christoph Poppens, die phantastischen Uraufführungs-Interpreten, allen voran die Sängerin Juliane Banse, haben mich zur Komposition dieser "Sieben Abgesänge auf eine tote Linde" angeregt. Möge dieser (aufnahmetechnisch leider äußerst mangelhafte) Mitschnitt Ihnen, den Hörern (dennoch) eine Ahnung der Uraufführungsatmosphäre vermitteln.

Dass wir alle, die beteiligten Künstler von damals, trotz der Bandqualität spontan einer Veröffentlichung zugestimmt haben, hat vor allem zwei Gründe. Erstens: unser aller innige Verbindung zu den Holzhauser Musiktagen und ihrem langjährigen Leiter, Denes Szigmondy. Und: die vorliegende Dokumentation ist auch eine Erinnerung an die erst jüngst verstorbene Diana Kempff, die sich - da bin ich sicher - über diese Veröffentlichung sehr gefreut hätte.

Jörg Widmann,
im Juni 2008

 Versuch über die Fuge Partitur+Stimmen - Widmann
Gesang (hoch), 2 Violinen, Viola und Cello
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 Teiresias - für 6 Kontrabässe Partitur+Stimmen - Widmann
6 Kontrabässe
 Violinkonzert - Klavierauszug mit Solostimme - KA+SoloSt - Violine und Orchester - Komp.: Widmann
Violine, Orchester und Orchester
Der auf Robert Schumann verweisende Titel gibt bereits den Grundton dieser zwischen romantischer und zeitgenössischer Tonsprache wechselnden Charakterstücke vor. So unterstreicht es der Komponist auch in seinem Vorwort: "Möge der Interpret in jedem der Stücke dessen ganz eigenen Tonfall entdecken und ihn, mal spöttisch, dann wieder trocken, hier melancholisch verhangen, aber immer mit Humor und Feinsinn zum Klingen bringen."
==> Artikel im Neudruck; Liefertermin unbekannt

I Kinderlied, II Fast zu ernst, III Anfangs lebhaft, IV Waldszene, V Choral, VI Warum?, VII Intermezzo, VIII, Zerinnendes Bild, IX Glocken, X Lied im Traume, XI Mit Humor und Feinsinn
Klavier
Klarinette
Horn
Violine
Streichquartett oder Ensemble
Ensembles
Sonstige