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Franz Beyer

Kadenzen zu Mozarts Violinkonzerten KV 207, 211, 216, 218, 219

Besetzung: Violine
Ausgabe: Noten
Komponist: Franz Beyer
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Auf einen Blick:

Verlag: Edition Kunzelmann
Bestell-Nr.: KU-GM18
ISMN: 9790206204470
Gewicht: 70 g
Seiten: 11

Beschreibung:

Ich spiellte als wenn ich der gröste geiger in Ganz Europa wäre\ - so schrieb W. A. Mozart am 6. Oktober 1777 nach einem Konzert in München an seinen Vater. Seit seinem 14. Lebensjahr Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle, hatte der junge Komponist immer wieder Gelegenheit, sich als Solist hören zu lassen, so auch mit seinen fünf Violinkonzerten, welche im knappen Zeitraum von Mai bis Dezember 1775 entstanden. Leider sind uns zu diesen Konzerten keine originalen Kadenzen erhalten; sicherlich wurden sie - wie damals ohnehin üblich - von Mozart ad hoc improvisiert. Seine zahlreichen, meist für Freunde und Schüler aufgezeichneten Kadenzen (Klavierkonzerte, Concertante Sinfonien, Concertone) zeigen uns jedoch, wie solche Improvisationen gedacht waren: Es gibt darin keine eigentliche Modulation, d. h. von gelegentlichen äAusweichungen' abgesehen, wird die Grundtonart nicht verlassen. Der technische Schwierigkeitsgrad übersteigt nirgends denjenigen des Solo-Parts. (?usserte sich doch Mozart einmal: ä . . . sie wissen dass ich kein großer liebhaber von schwierigkeiten bin. ä) Ihr Umfang ist variabel und reicht von einigen Überleitungstakten bis zu größeren Formen thematischer Verarbeitung, die natürlich stets der Proportion des jeweiligen Satzes angemessen sind. Die Fermaten werden durch sogenannte äEingänge' ausgeziert. Diese Wesensmerkmale blieben in den bislang erschienenen Kadenzen weitgehend unberücksichtigt. Bei allem Einfallsreichtum und virtuosen Anreiz (man denke nur an die besonders schönen Kadenzen von Joseph Joachim, zu dessen äEnkelschülern' sich der Verfasser zählen darf) zeigen sie jedoch wenig Berührungspunkte mit einer Improvisation im Sinne Mozarts. Da bei fortschreitendem historischen Bewusstsein sich immer deutlicher die Bemühung um eine stilgetragene Interpretation abzeichnet, mag die Veröffentlichung dieser am Mozartschen Vorbild orientierten Anregung gerechtfertigt erscheinen. Franz Beyer

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