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Leopold Mozart

Konzert für Posaune oder Viola und Orchester

(Weinmann)

Besetzung: Posaune und Klavier
Opt. Besetzung: Viola
Ausgabe: Klavierauszug und Stimme(n)
Komponist: Leopold Mozart
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Auf einen Blick:

Bearbeiter: Alexander Weinmann
Verlag: Edition Kunzelmann
Bestell-Nr.: KU-GM810
ISMN: 9790206202667
Gewicht: 92 g
Seiten: 14

Beschreibung:

Ein Konzert für Posaune von Leopold Mozart? Es klingt erstaunlich, derartige Funde nach mehr als 200 Jahren für möglich zu halten. Im vorliegenden Fall geht es um einen eindeutig neuen und wichtigen Fund, der in einer Stimmenabschrift des Benediktinerstiftes Seitenstetten (Niederösterreich) bis heute unentdeckt blieb und erst im Zuge der Aufnahme für das Internationale Quellenlexikon der Musik (RISM) zutage kam. Das Titelblatt dieser Handschrift (Sign. V 1451) hat folgenden Wortlaut: 'Serenata à 2 Violini / 2 Hautb: / 2 Corni / 2 Clarini / Timpani / Trombone / Viola / e / Basso: Del Sigre: Leopoldo Mozart. / in Salisburgo.' In einer 'Nachricht' über seine Werke zählt Leopold Mozart auf: 'Dreissig große Serenaten, darinnen für verschiedene Instrumente Solos angebracht sind' - Konzerte 'für die Flötraversiere, Oboe, das Fagott' - . . . Besagte Serenata erwies sich als die erste und einzige von den erwähnten dreissig bisher aufgefundenen. Hinweise auf die restlichen 29 solcher Werke fehlen für sämtliche Archive und Bibliotheken des österreichischen und bayerischen Raums, weder in handschriftlicher Überlieferung, ganz zu schweigen von gedruckten Ausgaben. In der obenerwähnten Serenata sind tatsächlich zwei solcher 'Konzerte' eingebaut: eines für Trompete (Clarino) und eines für Posaune. Das im Ganzen neunsätzige Werk weist im 4. Satz (Andante) und im 5. Satz (Allegro moderato) eine konzertante Trompete, im 8. (Allegro), 6. (Adagio) und 7. Satz (Menuetto) eine Soloposaune auf. Dieser Umstand bestätigt somit die in Leopold Mozarts 'Nachricht' erwähnte Anbringung von Solos für verschiedene Instrumente. Die Handschrift ist nicht datiert; im Hinblick auf (las Trompetenkonzert (s. d.) könnte möglicherweise als Entstehungszeit das Jahr 1762 in Frage kommen, was durch eine Prüfung des Wasserzeichens der Handschrift zu verifizieren wäre. Diese gewinnt als Primärquelle durch den Umstand an Bedeutung, dass sich auf der Stimme der Solo-Posaune eine autographe Bemerkung Leopold Mozarts findet: 'Bey Ermangelung eines guten Posaunisten kan es ein guter Violinist auf der Viola spielen.' Für den praktischen Gebrauch bot sich eine Ausgabe der Sätze 8, 6 und 7 als 'Concerto für Trombone (oder Viola)' an, welche entweder mit Klavierbegleitung oder mit der kompletten Kammerbesetzung auszuführen ist, also der der Serenata entspricht. Die handschriftliche Vorlage der Serenata Leopold Mozarts wies im allgemeinen nur eine geringe Zahl von Schreibfehlern oder Flüchtigkeitsfehlern auf, bedurfte indessen doch einer Revision der dynamischen und agogischen Zeichen als Angleichung an den modernen Spielgebrauch. Der Zusatz unbedingt nötiger dynamischer Zeichen erfolgte möglichst sparsam in Klammern; wo er in den einzelnen Stimmen fehlte, jedoch ohne besonderen Hinweis. Im Trio des 7. Satzes (dem Menuetto des Konzerts) mussten im Sinne eines ausgesetzten Generalbasses die Violinen herangezogen werden, was mit kleinen Noten ausgedrückt wurde. Im Ganzen sollte jedoch das Bestreben merkbar bleiben, der Interpretation grösstmöglichen Spielraum zu belassen. Alexander Weinmann

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