61ST & RICH'IT
Arranged by Thad Jones, Prepared by Dylan Canterbury, Rob DuBoff, and Jeffrey Sultanof
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61ST & RICH'IT

Arranged by Thad Jones, Prepared by Dylan Canterbury, Rob DuBoff, and Jeffrey Sultanof

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Beschreibung:

  • Sprache: Englisch
  • Genre: Jazz, Swing
61st and Rich'it ist eines der späteren und weniger bekannten Werke aus Thad Jones' umfangreichem Katalog an Arrangements; es wurde als Hommage an Richard Davis, den ursprünglichen Bassisten des Thad Jones-Mel Lewis Orchestra, geschrieben. Das Stück ist ein Paradebeispiel dafür, wie man ein Arrangement konstruiert, das inhaltlich dicht und reichhaltig ist, ohne jemals überladen zu wirken - und das bei durchgehend mitreißendem Swing-Gefühl.

Eine sanft flatternde Einleitung leitet in Takt 5 zu der unwiderstehlich eingängigen Melodie der Holzbläser über. Die Holzbläser führen die Melodie durch den Großteil des ersten Chorus, während die Begleitung durch das Blech von sanft antreibenden Posaunenakzenten bis hin zu kraftvollen Trompetenstößen reicht. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass diese Begleitung die Holzbläser niemals überdeckt. In Takt 29 übernehmen die Trompeten die Melodie für den letzten A-Teil, was in eine voluminöse, aber kurze Fanfare des Blechs mündet.

Eine rasch absteigende Linie der Holzbläser, harmonisch untermalt von den Posaunen, leitet in Takt 37 zu einem Soli-Chorus über. Dieser zeichnet sich durch eine für Jones typische, vertrackte Ensemble-Linie aus, die (größtenteils) unisono von zwei Flöten und zwei gedämpften Trompeten (eine mit Cup-Dämpfer, eine mit Harmon-Dämpfer) gespielt wird. Die Flötenstimmen sind in diesem Abschnitt recht anspruchsvoll und erfordern talentierte Musiker, die auch das jeweils andere Instrument (hier: Flöte) beherrschen. Trotz der harmonischen Komplexität sollte dieses Soli fast schon übertrieben niedlich und verspielt vorgetragen werden, um die volle emotionale Wirkung zu erzielen. Die Begleitfiguren ähneln weitgehend denen des Melodieteils, bevor ab Takt 65 ein stark kontrapunktisch geprägter, erweiterter Schlussabschnitt der Form beginnt.

Ein allmählicher dynamischer Anstieg in diesem erweiterten Teil gipfelt in einem kraftvollen Ausbruch des gesamten Ensembles, der zu einem zweitaktigen Bass-Solo überleitet. Gegen Ende des ersten Chorus (Takt 101) setzen Begleitfiguren von Blech- und Holzbläsern ein und werden im zweiten Chorus fortgeführt. Auch hier gilt es, den Solisten nicht zu übertönen. Zum Abschluss des Bass-Solos in Takt 133 kehrt das anschwellende, kontrapunktische Ensemble-Motiv zurück. In Takt 141 deutet Jones eines seiner typischen Saxophon-Soli an, nimmt die Instrumente jedoch vier Takte später wieder in eine begleitende Rolle zurück, während eine gedämpfte Trompete soliert; darauf folgt ein ein-Chorus-Klaviersolo ohne Begleitung. Nach dem Klaviersolo setzt die gesamte Band bei Takt 209 mit einem mitreißenden "Shout Chorus" ein, der in vielerlei Hinsicht als Zusammenfassung von Jones' Kompositionsstil dient: dicht und bisweilen dissonant, dabei jedoch tief im Stil von Basie verwurzelt und unaufhörlich swingend. In diesem Abschnitt finden sich diverse subtile dynamische Wechsel, die präzise umgesetzt werden müssen, um die nötige Spannung und Entspannung zu erzeugen. Das bereits zuvor gehörte, erweiterte Ensemble-Outro kehrt ein letztes Mal zurück und leitet das fulminante Finale ein: ein ein Takt langes Unisono-Riff der Saxofone, zwei kraftvolle Akzente der Rhythmusgruppe und eine abschließende Fanfare der gesamten Band, die das Arrangement zu einem triumphalen Abschluss bringt.

Dieses Arrangement ist für Jazz-Big-Band geschrieben. Es handelt sich nicht um eine Transkription, sondern um eine Ausarbeitung auf der Grundlage von Thad Jones' Originalpartitur.

Besetzung:
Full Score
Woodwind 1: Flute, Alto Saxophone
Woodwind 2: Flute, Alto Saxophone
Woodwind 3: Flute, Clarinet, Tenor Saxophone
Woodwind 4: Clarinet, Tenor Saxophone
Woodwind 5: Bass Clarinet, Baritone Saxophone
4 Trumpets
3 Trombones
Bass Trombone
Piano
Bass
Drums

Ranges:
Trumpet 1: F6
Trombone 1: C5