4 Flötenkonzerte Nr. 1 - 4
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für Flöte und Orchester
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Friedrich II.
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Beschreibung:

Vorwort:
"Künste und Wissenschaften reichen sich die Hand. Ihnen danken wir alles. Sie sind die Wohltäter des Menschengeschlechts. Der Bürger großer Städte genießt sie, ohne in seiner stolzen Bequemlichkeit zu wissen, wie vieler durchwachter Nächte und Anstrengungen es bedarf, um seine Bedürfnisse zu befriedigen und seinen oft wunderlichen Neigungen zu genügen."1

Es sind Worte von tiefgreifendem Verständnis und weitreichendem Reflexionsvermögen, mit denen Friedrich der Große den oft mühevollen Entstehungsprozess von Kunstwerken beschreibt. Als Friedrich diese Zeilen in seiner Abhandlung Über den Nutzen der Künste und Wissenschaften im Staate aus dem Jahre 1772 schreibt, war er bereits seit über drei Jahrzehnten König von Preußen. Auch während seiner Regentschaft widmete sich Friedrich seinen vielseitigen künstlerisch-philosophischen Neigungen, stand mit den großen Persönlichkeiten der Geistesgeschichte seiner Zeit in Kontakt - man denke nur an den intensiven geistreichen Briefwechsel mit dem französischen Philosophen Voltaire - und betätigte sich als Schriftsteller, Komponist und Philosoph. Als letzterer bekennt er sich sogar in seinem Testament, in dem er als einen seiner letzten Willen eine schlichte Beisetzung ohne große Zeremonien verfügt hat: "Ich habe als Philosoph gelebt und will als solcher begraben werden, ohne Gepränge, ohne feierlichen Pomp."2

Die von Friedrich in dem einleitenden Zitat erwähnten Anstrengungen, derer es bedarf, um Kunst zu erschaffen, beruhen nicht nur auf theoretischen Überlegungen, sondern er konnte hierbei auch aus eigener Erfahrung als Komponist und Flötist schöpfen. Ausgebildet unter anderem durch den berühmten Flötisten Johann Joachim Quantz erreichten seine instrumentalen Fertigkeiten den Überlieferungen zufolge ein professionelles Niveau.3 Als Komponist hat Friedrich ein durchaus ansehnliches Oeuvre hinterlassen, wobei sich dieses schwerpunktmäßig seinem Instrument, der Flöte, widmet.