Dan Jenkins
From Princip to Poppies
für Posaunenoktett
Dan Jenkins
From Princip to Poppies
für Posaunenoktett
- Besetzung 8 Posaunen
- Komponist Dan Jenkins
- Ausgabe Partitur und Stimmen
- Verlag Warwick Music
- Bestell-Nr. WARWTB1043
Beschreibung:
Dies ist eine traurige Geschichte des Ersten Weltkriegs; gibt es eine andere Art? Es ist eines meiner anschaulicheren Werke, da es musikalisch verschiedene Charaktere und Ereignisse gibt. Nach den ersten Schüssen (der Ermordung von Erzherzog Ferdinand durch Gavrilo Princip, einen jugoslawischen Nationalisten) stürzt sich Großbritannien in die Kriegsvorbereitungen. Dies ist der erste von fünf Abschnitten in diesem Stück, obwohl es sich nicht um einzelne Sätze handelt, sondern um ein kontinuierliches Geschehen. In den Fabriken werden Rüstungsgüter hergestellt, während Fanfaren die jungen Männer zu Ruhm und Ehre aufrufen. Im zweiten Teil marschiert Tommy, der stolz seinen Dienst angetreten hat, in seiner Uniform mit all seinen Kameraden die Straße entlang. Aber man kann hören, dass Tommy hinter der Euphorie Zweifel hat, dass er ein wenig Angst hat und unsicher ist. Er sammelt sich, aber die Unsicherheit wächst, als in der Ferne das Grollen des Krieges zu hören ist. Und plötzlich sind wir da, mitten in der Schlacht, und die Musik ist hart und unerbittlich, mit Anklängen an das alte Dies Irae, den Tag des Zorns. Es gibt Gewehrschüsse (dieselbe Ansammlung wie bei Princip) und Maschinengewehrfeuer, bevor eine Granate einschlägt und einen riesigen Krater in der Mitte des Geschehens erzeugt. Dieser Krater-Akkord wird später noch eine Rolle spielen. Nach den Kämpfen bricht die Nacht herein, und Tommy bleibt im Schützengraben zurück, vielleicht mit einem kleinen Feuer in einer Dose neben ihm, trostlos und verzweifelt traurig; dafür hat er sich nicht gemeldet. Aber die Musik deutet an, dass noch mehr Ärger bevorsteht. Der Morgen bricht an, und die Truppen auf beiden Seiten müssen "über den Berg" gehen. Chromatische Schwünge zeigen, wie eine Welle nach der anderen das Niemandsland und den Kampf jenseits davon erklimmt, aber für einen Moment in der Schlacht scheint es Tommy, dass es ihm gut gehen wird, es gibt einen kurzen Moment der hoffnungsvollen Erleichterung. Aber da kommt eine Kugel, die aus der Ferne abgefeuert wird, und Tommy wird getötet. Die Musik versucht, sich der Hoffnung zuzuwenden, aber ein nörgelnder Ton lässt sie nicht zu. Aber diese Note entspannt sich im Schlussbild. Die Schlacht ist vorbei, und Tommy liegt tot im Kraterakkord, und Mohnblumen erheben sich aus dem Boden; der Schlussakkord enthält alle drei Elemente. Es ist kein spektakuläres Ende. Deuten die Mohnblumen darauf hin, dass es endlich Hoffnung gibt? Dan Jenkins