Fabien Waksman
Les Lunes Galantes
Fabien Waksman
Les Lunes Galantes
- Besetzung Saxophonquartett
- Komponist Fabien Waksman
- Ausgabe Noten
- Verlag Editions Henry Lemoine
- Bestell-Nr. LEMO29809
Beschreibung:
Debussys Petite Suite, die zwischen 1886 und 1889 entstand, ist eine Sammlung von vier kurzen, charmanten Stücken für Klavier zu vier Händen. Nach eingehenden Recherchen zu diesem Werk fand das Zahir-Quartett heraus, dass Debussy nicht nur vier, sondern fünf Stücke geplant hatte, um dieser Suite Gestalt zu verleihen! So kamen sie auf die Idee, mir vorzuschlagen, das fehlende Stück zu komponieren, das sowohl eine Hommage an Debussy als auch einen zeitgenössischen Blick auf die vier Originalstücke darstellt, mit denen es einen erstaunlichen Spiegel bildet. Wie Debussy habe ich mich bei der Komposition dieses Werkes, das ich Les Lunes Galantes nenne, von der poetischen Welt Paul Verlaines inspirieren lassen. Der Titel bezieht sich auf die Sammlung Les Lunes Galantes des Dichters sowie auf sein wunderbares Gedicht Clair de Lune (Mondschein). In diesem Stück habe ich mir Verlainsche Paare vorgestellt, die an die Figuren der Comedia del Arte erinnern. Es ist Nacht. Hinter ihren Masken verborgen, erklären sich diese Phantomfiguren gegenseitig ihre Liebe, ohne dass ihre wahren Gefühle durchscheinen. Ist das alles nur ein Spiel der Verführung oder sind diese Lieben aufrichtig? Über den maskierten Marionetten scheint nur der Mond die Wahrheit zu kennen. Nach einer langsamen, spannenden und geheimnisvollen Einleitung scheinen die Protagonisten langsam zum Leben zu erwachen. In einer Sprache, die an Debussy erinnert, tauchen zwei Themen auf, die im Laufe des Stücks miteinander in Dialog treten, wie zwei Liebende, deren Melodien sich manchmal harmonisch überlagern, manchmal aber auch nicht zusammenpassen. Les Lunes Galantes ist wie eine Folge von Sequenzen mit unterschiedlichem Charakter aufgebaut und lässt diese beiden wiederkehrenden Motive unter verschiedenen Beleuchtungen erklingen, die wie Mini-Theaterszenen wirken, die diese so identischen und gleichzeitig so unähnlichen Paare zum Leben erwecken.Das Stück endet in einer Apotheose, als ob die Masken endlich abgenommen wären und die Liebe unter dem wohlwollenden Blick eines lächelnden Mondes triumphiert.Fabien WaksmanDas 2015 gegründete Quatuor Zahir hat den Wunsch, das Genre des Quartetts weiterzuentwickeln. Ob sie das Originalrepertoire aufführen oder Kammermusik für ihre Besetzung transkribieren, die vier Saxophonisten des Zahir-Quartetts zeigen uns ihre Neugier und Kreativität.