La Cachila
Tango
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Eduardo Arolas
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Beschreibung:

  • Seiten: 20
  • Erschienen: 01.01.2025
  • Gewicht: 194 g
  • Genre: Tango
Eduardo Arolas (1892–1924), ein bedeutender Pionier des argentinischen Tangos, hatte den ursprünglichen Tango "La Cachila" sicherlich spätestens 1921, möglicherweise sogar schon früher, komponiert. Der Tanz eignete sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hervorragend für fortlaufende Adaptionen durch viele der führenden Tango-Orchester. Der Titel "La Cachila" ("Die Pieperin") hat Tango-Liebhaber lange Zeit vor ein Rätsel gestellt. Die Musik klingt zwar überhaupt nicht nach einem Vogel, doch gibt es in Argentinien einen Vogel namens "La Cachirla", der die Gewohnheit hat, mit einem Fuß hinter sich herzuschleifen; musikalisch wird dieses "Schleifen" plausibel nachgebildet. Arolas war zudem sehr stolz darauf, ein Auto besessen zu haben, und im uruguayischen Spanisch bedeutet "cachila" eine Klapperkiste oder einen alten Schrotthaufen. Auch dafür gibt es gute musikalische Anhaltspunkte, doch da ein Großteil von Arolas’ Leben nicht gut dokumentiert ist, werden wir nie mit Sicherheit wissen, inwiefern der Titel und die Musik zusammenpassen.

Dieses Arrangement für Bläserquintett stützt sich auf viele der vielfältigen Aufnahmen von "La Cachila", die in der Blütezeit des Tangos entstanden sind, und nutzt verschiedene Tango-Effekte, insbesondere die "Yumba" (ausgesprochen "dshoomba"). Diese Technik, die vom Leiter der Orquestra Típica, Osvaldo Pugliese, entwickelt wurde, verleiht den "Refrain"-Abschnitten der Tangostruktur große Kraft. "Yumba" ist onomatopoetisch. Die starke Betonung auf "Yum-" symbolisiert das Dröhnen mehrerer Bandoneons (argentinische Akkordeons), die ihre Balgen schnell und mit vollem Klang auf einen starken Schlag hin öffnen. Das "-ba" spiegelt das ebenso schnelle Schließen der Balge auf dem Zwischenschlag wider, zwangsläufig mit einem gewissen Nachklang. Dies ist ein physikalischer Vorgang (nicht unbedingt sauber und ordentlich) und wird hier durch Sforzando-Noten in Kombination mit Vorschlagnoten und extremen Dynamikwechseln in der Begleitung nachgeahmt. Pugliese komponierte und nahm sogar einen Tango mit dem Titel "La Yumba" auf, eine gute Referenzquelle, um diesen markanten und ungewöhnlichen Effekt voll und ganz zu würdigen. An anderen Stellen des Stücks spiegeln die Vorschläge die subtileren Glissando-Effekte (bekannt als "Arrastres") des Bandoneons und der Streichinstrumente wider. Es handelt sich um ein kraftvolles und authentisches Arrangement voller Farbe und Kontrast.