Jan van der Roost
Aulos
Konzert für Doppelrohrinstrumente und Blasorchester
Jan van der Roost
Aulos
Konzert für Doppelrohrinstrumente und Blasorchester
- Besetzung Blasorchester (Solo/Feature: Oboe)
- Ausgabe Partitur
-
Schwierigkeit
- Komponist Jan van der Roost
- Verlag De Haske Publications
- Serie Solo Spectrum
- Bestell-Nr. DHP1266567-140
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Beschreibung:
Bereits in der Antike existierte an der östlichen Mittelmeerküste ein hölzernes Doppelrohrblattinstrument namens Aulos. Es wurden in verschiedenen Ländern Bilder davon entdeckt, die Tausende von Jahren alt sind. Das Instrument bestand aus zwei zylindrischen Röhren mit einer variablen Anzahl von Grifflöchern, wodurch verschiedene Töne erzeugt werden konnten. Der Aulos kann als entfernter Vorgänger moderner Holzblasinstrumente wie der Oboe angesehen werden, da er eine Reihe ähnlicher Merkmale und Eigenschaften aufweist.
Aulos – Concerto for Double Reeds and Wind Orchestra beginnt mit dem "großen Bruder" der Oboe, dem Englischhorn. Das schöne, leicht melancholische Timbre dieses Instruments eignet sich besonders gut für lyrische und melodische Passagen. Zu Beginn des Werks spielt der Solist hinter der Bühne, sodass der Klang wörtlich wie auch bildlich aus der Ferne erklingt. Damit wird eine der ursprünglichen Funktionen der Oboen-Familie heraufbeschworen, nämlich der pastoralen Atmosphäre Ausdruck zu verleihen, die traditionell mit Hirten und weiten Landschaften verbunden ist.
Auf die leicht improvisatorische Einleitung folgt ein kantabler Abschnitt, der durch den Einsatz unregelmäßiger Taktarten eine ausgeprägte rhythmische Spannung erhält. Der Tonumfang des Englischhorns wird dabei fast vollständig ausgeschöpft, während das Orchester eine wichtige, aktive Rolle spielt und nicht nur als Begleitung dient. Der erste Satz endet gelassen und ruhig, wodurch der Kontrast zum zweiten Satz umso größer wirkt.
Nach einer eindrucksvollen Passage der Percussion-Instrumente erzeugen die Holzbläser und gedämpften Blechbläser eine etwas exotische Atmosphäre. Das Englischhorn wird von der Oboe abgelöst, die ein orientalisch anmutendes Thema vorstellt. Dieses Motiv wird in überwiegend schneller Bewegung mehrfach auf verschiedene Weise sowie in unterschiedlichen Stimmlagen wiederholt. Darauf folgt ein weiterer Kontrast: Während eines pseudo mittelalterlichen Tanzes spielt die Solo-Oboe im Stil der Bombarde. Die archaisch anmutenden Klänge und Rhythmen versetzen den Zuhörer in die Zeit zurück, als bei uns noch die Vorläufer der modernen Oboe vorherrschten. Schließlich kehrt die ruhige Stimmung zurück und im Meno mosso e caloroso erhält die Oboe die Gelegenheit, den klanglichen Reichtum dieses ausdrucksstarken Instruments durch Lyrik und Musikalität zur Geltung zu bringen.
Nach diesem kantablen Intermezzo kehrt das exotische Thema wieder und das Konzert endet feurig und virtuos.
Die Welturaufführung des Werks fand am 1. März 2026 im Concertgebouw Brugge (Belgien) anlässlich des 70. Geburtstags des Komponisten statt. Solist war Bram Nolf, der das Werk auch in Auftrag gegeben hatte. Begleitet wurde er vom Houtlands Harmonieorkest aus Torhout unter der Leitung von Nico Logghe.
Die Komposition wurde durch die wertvolle Unterstützung von Dr. Jean Van Roy ermöglicht.
Aulos – Concerto for Double Reeds and Wind Orchestra beginnt mit dem "großen Bruder" der Oboe, dem Englischhorn. Das schöne, leicht melancholische Timbre dieses Instruments eignet sich besonders gut für lyrische und melodische Passagen. Zu Beginn des Werks spielt der Solist hinter der Bühne, sodass der Klang wörtlich wie auch bildlich aus der Ferne erklingt. Damit wird eine der ursprünglichen Funktionen der Oboen-Familie heraufbeschworen, nämlich der pastoralen Atmosphäre Ausdruck zu verleihen, die traditionell mit Hirten und weiten Landschaften verbunden ist.
Auf die leicht improvisatorische Einleitung folgt ein kantabler Abschnitt, der durch den Einsatz unregelmäßiger Taktarten eine ausgeprägte rhythmische Spannung erhält. Der Tonumfang des Englischhorns wird dabei fast vollständig ausgeschöpft, während das Orchester eine wichtige, aktive Rolle spielt und nicht nur als Begleitung dient. Der erste Satz endet gelassen und ruhig, wodurch der Kontrast zum zweiten Satz umso größer wirkt.
Nach einer eindrucksvollen Passage der Percussion-Instrumente erzeugen die Holzbläser und gedämpften Blechbläser eine etwas exotische Atmosphäre. Das Englischhorn wird von der Oboe abgelöst, die ein orientalisch anmutendes Thema vorstellt. Dieses Motiv wird in überwiegend schneller Bewegung mehrfach auf verschiedene Weise sowie in unterschiedlichen Stimmlagen wiederholt. Darauf folgt ein weiterer Kontrast: Während eines pseudo mittelalterlichen Tanzes spielt die Solo-Oboe im Stil der Bombarde. Die archaisch anmutenden Klänge und Rhythmen versetzen den Zuhörer in die Zeit zurück, als bei uns noch die Vorläufer der modernen Oboe vorherrschten. Schließlich kehrt die ruhige Stimmung zurück und im Meno mosso e caloroso erhält die Oboe die Gelegenheit, den klanglichen Reichtum dieses ausdrucksstarken Instruments durch Lyrik und Musikalität zur Geltung zu bringen.
Nach diesem kantablen Intermezzo kehrt das exotische Thema wieder und das Konzert endet feurig und virtuos.
Die Welturaufführung des Werks fand am 1. März 2026 im Concertgebouw Brugge (Belgien) anlässlich des 70. Geburtstags des Komponisten statt. Solist war Bram Nolf, der das Werk auch in Auftrag gegeben hatte. Begleitet wurde er vom Houtlands Harmonieorkest aus Torhout unter der Leitung von Nico Logghe.
Die Komposition wurde durch die wertvolle Unterstützung von Dr. Jean Van Roy ermöglicht.
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