Angelo Sormani
Cantos Ceremoniales
Angelo Sormani
Cantos Ceremoniales
- Besetzung Blasorchester (Solo/Feature: 4 Saxophone)
- Komponist Angelo Sormani
-
Schwierigkeit
- Ausgabe Studienpartitur
- Verlag Scomegna Edizioni Musicali
- Bestell-Nr. SCO-B935-CS27
Beschreibung:
Für Saxophonquartett und Band. Das Stück ist eine Hommage an den großen chilenischen Schriftsteller Pablo Neruda, Träger des Literaturnobelpreises und unermüdlicher Kämpfer für Frieden und Gerechtigkeit. Nerudas Leben erstreckte sich über den größten Teil des 20. Jahrhunderts und war Zeuge mehrerer kritischer Ereignisse, die das Jahrhundert prägten: der Spanische Bürgerkrieg, der Kalte Krieg, die Befreiungsbewegung in Lateinamerika und der Tod von Salvador Allende. Seine Poesie und sein Engagement für Freiheit und Gleichheit kannten keine Grenzen. Er verwandelte die Poesie in nationale Feste und brachte einen Geist in die Lieder, der allen und jedem zugute kam. "Cantos Ceremoniales" ist der Titel eines Werks, das Neruda 1961 vollendete. Zusammen mit einem anderen Werk mit dem Titel "Canto General" drückt der Dichter darin all die schwierigen Situationen und Umstände aus, mit denen der Mensch konfrontiert ist, aber auch das Gefühl der Hoffnung, des Respekts und der Liebe zu den Mitmenschen. Die Komposition wurde für ein Blasorchester und ein Saxophonquartett geschrieben - ungewöhnlich für dieses Genre. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf die vier Soloinstrumente und ihre Integration in das Orchester als Ganzes: Symbolisch stehen sie zu Beginn an verschiedenen Stellen auf der Bühne und rücken dann, wenn sie zu spielen beginnen, zusammen mit dem Orchester in den Mittelpunkt des Konzerts. Das Stück entwickelt sich um zwei verschiedene Themen: das erste schwebend und frei, das zweite rhythmisch und markiert. Diese beiden Einstellungen erzeugen musikalische Spannungen und Wege, die sich abwechseln und zu Dehnungen (Quasi Sospeso) und Spannungen (Tumultuoso) führen. Dem anfänglichen unerbittlichen Lamento der Saxophone, das fast wie ein feierlicher Gesang wirkt, folgt eine Reihe von Rhythmusspielen, an denen sowohl die Solisten als auch die verschiedenen Gruppen des Ensembles beteiligt sind. Die Art dieser Fragmente und die abwechselnden Momente des Innehaltens und der Spannung vermitteln dem Hörer das Gefühl, dass die Ereignisse in verschiedenen, voneinander getrennten Phasen ablaufen und doch Teil eines gemeinsamen Ganzen sind. Das Finale besteht aus einer konstanten, feierlichen, wiederkehrenden Zurückhaltung, symbolisch in "stretto", um das Stück auf einer Note der anhaltenden Hoffnung in die Zukunft zu beenden.