Joni Greene
Circean Waters
Joni Greene
Circean Waters
- Besetzung Blasorchester
- Komponist Joni Greene
-
Schwierigkeit
- Ausgabe Noten
- Verlag Color Works Press
- Bestell-Nr. CWP32067243
Beschreibung:
Circean Waters wurde von der Geschichte des Odysseus aus Homers "Odyssee" inspiriert. Die Musik beginnt mit Reisenden, die auf das offene Meer hinausfahren und wissen, dass die Gefahr der Sirenenverzaubererinnen vor ihnen liegt. In der "Odyssee" warnt Odysseus seine Männer vor der schönen Versuchung, die die Sirenen in den Menschen auslösen und die sie schließlich in den Tod lockt. Musikalisch wird diese Vorahnung durch einen ahnungsvollen Beginn mit den tiefsten und dunkelsten Farben der Holzbläserfamilie sowie durch perkussives Rumpeln illustriert. Kurz nach Beginn der Reise setzt das Lied der Sirenen "Music of the Spheres" ein. Diese Musik wurde von Pythagoras als vollkommen harmonisch und für den Menschen unhörbar angesehen und wird in dem Werk als flüchtige und bedrohliche Melodiefetzen dargestellt. Als sich das Schiff den Sirenen nähert, vereinen sich die melodischen Fragmente in Die Verführerin (T. 101) zu einem bezaubernden Wiegenlied, das im Duett von Flöte und Harfe vorgetragen wird. Die Musik wird immer melodiöser und deutet auf die Gefahr hin, in der sich die Reisenden befinden, und steigert sich, bis es fast zu spät ist. Die Männer erwachen aus ihrer Benommenheit, sammeln ihren Verstand und widerstehen der Versuchung durch eine Beschleunigung der melodischen Gesten und des Rhythmus. Eine Reihe von Rufen mit wechselnden Harmonien und orchestraler Tessitura ähnelt dem Ruf zu den Waffen. Es folgt eine blutige Schlacht, die in der Musik durch ein spritziges synkopisches Groove-Thema dargestellt wird. Dieser "jazzige" musikalische Groove geht in fließende Sechzehntel-Passagen über, als die Männer die Sirenen besiegen. Und als das Schiff weiter von seinem Feind wegsegelt, gipfelt der Sieg der Reisenden in siegreichen gestischen Ausbrüchen, die von Glockentönen über den Erfolg des Schiffes begleitet werden. Die Musik endet dann mit wiederkehrenden Fetzen des Sirenenrufs im Kielwasser des Schiffes in The Melodic Wind Dissipates (T. 194). Und wenn schließlich alles ruhig am Horizont zu sein scheint, ertönt eine ahnungsvolle Erinnerung an den tiefen Abgrund.