Kirchliche Fest-Ouvertüre op. 31
über den Choral 'Ein feste Burg ist unser Gott'
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Otto Nicolai
Kirchliche Fest-Ouvertüre op. 31
über den Choral 'Ein feste Burg ist unser Gott'
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Otto Nicolai
Kirchliche Fest-Ouvertüre op. 31

über den Choral 'Ein feste Burg ist unser Gott'

  • Besetzung Blasorchester (Solo/Feature: Gemischter Chor (SATB))
  • Komponist Otto Nicolai
  • Bearbeiter Willy Kenz
  • Schwierigkeit
    (mittel)
  • Ausgabe Noten
  • Verlag Hebu Musikverlag
  • Bestell-Nr. HEBU91636
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Beschreibung:

  • Erschienen: 19.02.2020
  • Dauer: 07:00
  • Genre: Konzertante Musik, Geistlich & Kirchenmusik
Lutherjahr, Martin Luther

Chor, Orgel und Fernquartett ad lib.

Vorwort

Otto Nicolai (1810 -1849) komponierte die 'Kirchliche Fest-Ouvertüre' über den Choral 'Ein feste Burg ist unser Gott', op. 31 (dessen Text von Martin Luther wohl vor 1529 geschrieben wurde), im Juli 1836 während eines Aufenthaltes in Italien. Dort entstanden eine schlicht instrumentierte Erstform und die Bearbeitung für Klavier zu vier Händen. Für die Feierlichkeiten zur 300. Wiederkehr des Gründungstages der Universität Königsberg (heute Kaliningrad), seiner Vaterstadt, richtete der Komponist die heute bekannte Fassung ein für vierstimmigen gemischten Chor, Orchester und Orgel. Sie wurde unter Nicolais Leitung am 28. August 1844 in Königsberg uraufgeführt und anschliessend, am 2. September, in Berlin wiederholt. Nach Nicolais Tagebucheintrag soll der Erfolg gross gewesen sein.

Obwohl das Werk 'Kirchliche Fest-Ouvertüre' genannt wird, ist es vor allem im Konzertsaal aufgeführt worden. In die Kirche kam es erst durch die Orgelfassung von Franz Liszt (1852).

Otto Nicolai vereinigt in seiner Ouvertüre ganz verschiedene Bestandteile zu einem Ganzen: Choral, Fugenform, Sonatenform und Chor als Beigabe zum Orchestersatz. Kirchenmusikalische Elemente werden mit funktional ungebundener Orchestermusik zu einer Einheit zusammengefügt, wobei der Choral eine Art Klammer darstellt. Der Chor selbst hat keine strukturelle Funktion, da er ausnahmslos stimmverdoppelnde Aufgaben erfüllt, doch ist er als Textträger wichtig.

Hinweise zur Aufführung:

Diese vorliegende Bearbeitung kann als eigenständiges Blasorchesterwerk aufgeführt werden. Entsprechend den jeweiligen Verhältnissen können zusätzlich vierstimmig gemischter Chor, Fernquartett und Orgel einzeln oder in jeder beliebigen Kombination hinzugenommen werden. Je nach Aufstellung kann zum Beispiel die Orgel den Chor direkt unterstützen,- man kann auch zwei, drei oder vier verschiedene Standorte auswählen im Sinne einer Mehrchörigkeit.

Bemerkungen zur Instrumentation:

In der Original-Partitur finden sich zwei Hinweise, die meinen Instrumentationsstil beeinflusst haben:

'Man kann dieses Stück auch blos mit Principal-Instrumenten vortragen lassen.' (Das sind in diesem Fall: Streichorchester und eine Solo-Trompete in F).

Somit ist das Streichorchester das tragende Gerüst - zusammen mit der 'Tromba Principale', die den Cantus firmus hervorhebt oder (ab Takt 176) wie eine Fanfare mit rhythmischen Tonwiederholungen dem Stück festlichen Glanz verleiht. Alle anderen Orchesterinstrumente (Bläser, Orgel, Pauken) haben somit (nur) färbende Funktion und sind manchmal recht spontan oder auch in Wechselwirkung verwendet. Ich habe versucht, diese Farbigkeit zu übernehmen, aber noch wichtiger schien es mir, eine 'durchgehende Linie' zu schaffen, ein Fundament, so wie es der Streichersatz darstellt.

'Die Tromba Principale soll bei Aufführungen vorne stehen.'

Otto Nicolai lässt dieser einzelnen Trompetenstimme besondere Bedeutung zukommen, sie ist obligat und soll, räumlich abgesetzt, gut hörbar sein. Bei der Übertragung dieses Werkes auf ein Blasorchester schien es mir allerdings verfehlt, eine einzelne Solo-Trompete zu besetzen; so habe ich mich für ein Fernquartett entschieden.