La Mort Du Roi
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Lorenzo Pusceddu
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Beschreibung:

  • Dauer: 9:40
  • Rubrik: Original-Arrangements
Vom 21. bis 25. April 1610 trafen sich Delegationen des französischen Königs Heinrich IV. und des Herzogs von Savoyen, Carlo Emanuele I., im Schloss von Bruzolo (Turin), um zwei Verträge zu unterzeichnen, die, auch wenn sie wenig bekannt sind, den ersten Versuch der Einigung Italiens darstellten. Die Verträge sahen ein Militärbündnis zwischen dem Haus Savoyen und Frankreich mit der Aufstellung einer Armee von 28.000 Fußsoldaten, 2.200 Reitern, 1.400 Musketieren und 40 Kanonen vor, um gegen die spanischen Streitkräfte zu kämpfen. Sie sollten vor allem das Herzogtum Mailand (das damals unter spanischer Herrschaft stand) erobern und dem Haus Savoyen übergeben, um so die Gründung eines neuen Staates unter der Herrschaft von Carlo Emanuele I. einzuleiten. Die Hochzeit zwischen Elisabeth (Tochter Heinrichs IV.) und dem Erstgeborenen von Carlo Emanuele I. stärkte das Bündnis zwischen dem Haus Savoyen und Frankreich noch mehr. Doch die Ermordung Heinrichs IV. durch Ravaillac am 14. Mai desselben Jahres änderte den Lauf der Geschichte abrupt, da die Ermordung des französischen Herrschers den Vereinbarungen der Verträge von Bruzolo zuwiderlief. Die Komposition ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die die mit den Verträgen verbundenen Ereignisse beleuchten. Der erste Abschnitt, Pavane de la Guerre", hat einen ungestümen Charakter, wie er für die Musik des 17. Jahrhunderts typisch ist, und verwendet deutliche lautmalerische Gesten, die an eine Schlacht erinnern. Nach Klangeffekten, die den Wind darstellen, der während des Treffens der beiden Delegationen am 21. April gewütet haben soll, führt ein neuer Abschnitt die beiden Hofthemen ein. Durch Modulationen und rhythmische Verwandlungen symbolisieren diese Themen die beiden Delegationen, die um eine Einigung ringen. Das Andante beschwört den Geist einer schönen Adeligen herauf, die der Legende nach im Schloss lebte; ein Gefühl von heiterer Expressivität durchdringt diesen Abschnitt. Im Allegro (Takt 211), das die Tage beschreibt, die zwischen der Einigung und der Ermordung Heinrichs IV. verstrichen sind, ist die Stimmung aufgeregt und voller Spannung. Eine zweistimmige Zelle, die für die beiden Stiche steht, die dem König zugefügt wurden, schwebt bedrohlich über der Komposition bis zum Takt 257, in dem alle Mitglieder der Kapelle "Le Roi est mort" schreien. Das abschließende Andante fungiert als "Abspann" der Geschichte: Der traurige und schmerzliche Charakter stellt das Bedauern darüber dar, was 1610 in Italien und ganz Europa hätte geschehen können, wenn die Bruzolo-Verträge erfüllt worden wären. Die "Filarmonica di Bruzolo" unter der Leitung des Komponisten hat dieses Werk am 6. Juni 2010 anlässlich der Feierlichkeiten zum vierhundertsten Jahr der Bruzolo-Verträge uraufgeführt.