Luciano Feliciani
Old Folk Songs From Iceland
Luciano Feliciani
Old Folk Songs From Iceland
- Besetzung Blasorchester
- Komponist Luciano Feliciani
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Schwierigkeit
- Ausgabe Partitur und Stimmen
- Verlag Scomegna Edizioni Musicali
- Bestell-Nr. SCO1307-22A
Beschreibung:
Old Folk Songs from Iceland basiert auf vier alten Melodien der isländischen Folklore. Tvísöngur: Ísland Farsælda Frón (Zweigesang) Die meisten der alten isländischen Volkslieder sind einstimmige Melodien. Die einzige Ausnahme ist das so genannte Phänomen des Tvísöngur oder Doppelgesangs, bei dem es sich um ein zweistimmiges Lied handelt, von dem eine Stimme mit dem Cantus firmus zusammenfällt, während die andere im Abstand einer perfekten Quinte parallel dazu verläuft. Die gleiche Technik gilt für das mittelalterliche Organum. Diese Lieder, die allgemein als die charakteristischste isländische Musik angesehen werden, sind in Handschriften aus dem XV. Jahrhundert zu finden, blieben aber bis zum Ende des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts Teil der Musikproduktion. Bis heute wurde diese Tradition stets mündlich überliefert. Grafskrift: Sæmundar Klemenssonar líkami (ein Epitaph) Dieses Stück ist ein wunderschönes, melancholisches, langsames Lied mit fast ahnenhaftem Charakter. Sein Text ist einer Grabinschrift entnommen. Die Harmonien des Liedes spiegeln eine alte Tradition wider und versuchen, die eisige und einsame Landschaft darzustellen, die für große Teile der Insel typisch ist. Krummavísur (Der Rabe) Dieses archaische und obskure Lied handelt von einem Raben, der in den langen und kalten Wintern, die für das isländische Klima typisch sind, fieberhaft nach Nahrung sucht. Der Rhythmus weist eine 7/8-Dynamik und ein überwältigendes Metrum auf, das versucht, den verzweifelten Flug des Vogels auf der Suche nach etwas, das ihm beim Überleben hilft, zu beschreiben. Uppi í háa hamrinum (Auf dem Gipfel des Felsens) Wörtlich "auf dem Gipfel des Felsens" ist dies ein sehr einfacher einstimmiger Gesang, der oft von älteren Menschen und Kindern gesungen wird. Seine kontinuierliche und fast hypnotische Wiederholung ist sehr beeindruckend, und das Arrangement erinnert in diesem Zusammenhang an die musikalischen Formen der antiken Bacchanale. Im Schlussteil überschneidet und verbindet sich die Melodie mit der des vorherigen Liedes (Krummavísur). Diese Komposition wurde unter die besten 25 (von über hundert eingegangenen) ausgewählt, die sich für das Viertelfinale des Internationalen Kompositionswettbewerbs für Blasorchester Coups de Vents qualifizierten, der in den Départements du Nord und Pas-de-Calais stattfand. Das Thema dieser fünften Ausgabe (2014-2015) war "Musique du Monde".