Symphony I
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William Boyce
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Beschreibung:

  • Maße: 210 x 297 mm
  • Genre: Sinfonie
Die Instrumentalmusik von William Boyce macht nur einen relativ kleinen Teil seines Schaffens aus, doch werden diese Werke heute weit häufiger aufgeführt als seine Chor- oder Bühnenmusik, möglicherweise aufgrund der Klarheit der Schreibweise und der Eignung dieser Stücke als pädagogisches Material im Musikunterricht. Charles Burney, der große Chronist der Musik im 18. Jahrhundert, äußerte sich überschwänglich über Boyces Musik und schrieb, dass Boyces Triosonaten "allgemeiner gekauft, aufgeführt und bewundert wurden als alle anderen Werke dieser Art in diesem Königreich, mit Ausnahme derjenigen von Corelli. Sie wurden nicht nur ständig als Kammermusik in privaten Konzerten verwendet, für die sie ursprünglich bestimmt waren, sondern auch in unseren Theatern als Zwischenmusik und in öffentlichen Gärten als beliebte Stücke über viele Jahre hinweg." Alle acht Symphonien Boyces wurden 1760 als Sammlung unter dem Titel Opus 2 veröffentlicht. Wie andere Werke aus dieser Übergangszeit zwischen dem heute sogenannten Hochbarock und der sich entwickelnden Klassik handelt es sich um dreisätzige Werke (schnell-langsam-schnell) von allgemein einfacher Stilistik und Textur.

Die Symphonie Nr. 1 beginnt mit einem Allegro-Satz in modifizierter Sonatenform (mit Modulation zur Dominante, jedoch ohne klar ausgeprägtes zweites Thema); nach Ausweichungen in verschiedene Tonarten endet der Satz in der Grundtonart B-Dur. Der zweite Satz ist ein lyrischer Tanz in G-Moll, der - wie üblich - zur Kadenz nach B-Dur moduliert; über C-Moll und B-Dur endet der Satz in G-Moll. Der Finalsatz ist eine fröhliche Jig, die demselben Schema wie die vorangegangenen Sätze folgt.

Bearbeitung für Blasorchester
William Boyces 1. Symphonie wird hier für Blasorchester in einer vollständigen Transkription präsentiert, die in keiner Weise vereinfacht oder gekürzt ist. Wie für diese Epoche gut dokumentiert ist, werden Veränderungen der Klangstruktur durch den Einsatz verschiedener Instrumentengruppen innerhalb des Orchesters erreicht, wodurch die Textur aufgelockert wird, während am Ende jedes Satzes das volle Ensemble zum Einsatz kommt. Es muss alles darangesetzt werden, dass die Aufführung nicht schwerfällig wirkt - jede Barockmusik sollte tanzen, und Boyces Symphonien folgen diesem Grundsatz.