The Legend Of The Greedy Ferryman
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Sven van Calster
The Legend Of The Greedy Ferryman
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Beschreibung:

  • Erschienen: 01.04.2026
  • Dauer: 7:50
  • Rubrik: Original-Arrangements
  • Genre: Konzertante Musik
Basierend auf der Sage 'Der Schwarze Fährmann'

Im Jahr 1794 wurden überall in den damals sogenannten Österreichischen Niederlanden Kirchen und Klöster von französischen Truppen geplündert. Auch die Abtei Sint-Bernardus in Hemiksem (Belgien) spürte die drohende Gefahr.

An einem stürmischen Novemberabend ertönt heftiges Pochen an der Klosterpforte. Eine Gruppe französischer Soldaten fordert Einlass. Der Pförtner blickt durch das Guckloch und erkennt sofort, was bevorsteht. Eilig warnt er Abt Hugo sowie die anderen Patres und Brüder. Bereits Wochen zuvor hatten sie ihre Kostbarkeiten in Kisten verstaut, wohlwissend, was die französischen Plünderer anderswo angerichtet hatten. Nun fügen sie noch den Schrein mit den geweihten Hostien hinzu, zusammen mit goldenen und silbernen Kelchen und anderen wertvollen Gegenständen. Schweigend eilen sie zu den Booten an der Vliet – einfachen Fischerbooten, mit denen sie gewöhnlich die Schelde befuhren. Drei Boote werden bis zum Rand mit Kisten beladen. Der Abt, zwei Patres und zwölf Brüder besteigen das schwerste Boot, in dem die wertvollste Kiste liegt.

Der Wind jagt über das Wasser, und die Vliet brodelt unruhig. Doch erst auf der Schelde wird es wirklich gefährlich. Dunkle Wellen schlagen gegen die Boote, die schnell auseinandergetrieben werden. Es ist so dunkel, dass niemand die anderen noch sehen kann. Dann trifft eine wilde Windböe. Eine hohe Welle bricht über das überladene Boot, füllt es im Handumdrehen mit Wasser und bringt es zum Kentern. Das Boot, die Mönche und ihr Schatz versinken in der schwarz brodelnden Schelde.

Ein Knecht der Abtei wird von dem Gedanken an den verlorenen Reichtum besessen. Er schwört, die Kiste wiederzufinden. Einige Tage später, bei Mondlicht und Niedrigwasser, macht er sich auf die Suche. Doch in derselben Nacht erscheint ihm der verstorbene Abt im Traum, hebt warnend den Finger und wiederholt: 'Weh dem Habgierigen! Es wird ein böses Ende nehmen!'

Trotzdem bricht der Knecht stur und entschlossen auf, mit Seilen und Haken. Etwa zwanzig Meter vom Ufer entfernt entdeckt er etwas auf dem Grund: die Kiste. Mit aller Kraft bindet er sie fest und versucht, sie an Bord zu ziehen. Einen Moment lang scheint es zu gelingen… doch dann gleitet die schwere Last zurück ins Wasser. Die Kiste reißt das Boot mit sich, und der Knecht, in den Seilen verfangen, wird in die Tiefe gezogen.

Seitdem flüstern die Schiffer, dass man besonders bei Sturm über das Heulen des Windes eine düstere Stimme hören könne: 'Weh mir, dem Habgierigen! Erlöst mich von meinem Gold und meinem Geld! Weh mir…'

Der Schwarze Fährmann irrt, an seine Kiste gebunden, für immer auf der Schelde umher. Manchmal soll er bis nach Vlissingen zu sehen sein, doch am häufigsten – so sagt man – erklingt seine Klage zwischen Hemiksem und Rupelmonde.