Bertrand Moren
The Ring Of Fate
für Blasorchester
Bertrand Moren
The Ring Of Fate
für Blasorchester
- Besetzung Brass Band
- Komponist Bertrand Moren
-
Schwierigkeit
- Ausgabe Partitur und Stimmen
- Verlag Editions Marc Reift
- Bestell-Nr. EMR82785
Beschreibung:
Die Völsunga-Saga ist eine nordische Legende isländischen Ursprungs. Der zweite Sagenkreis erzählt die Geschichte von Sigurd, einem legendären Helden. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung dieser Erzählung, die mein Werk inspiriert hat. Sigurd wird von seinem Adoptivvater Reginn, einem berühmten Schmied, großgezogen. Eines Tages erzählt Reginn Sigurd von einem gewaltigen Schatz, dem Gold Andvaris, und erklärt ihm dessen Ursprung. Hreidmar hatte drei Söhne: Reginn, den Schmied, Fáfnir, den Krieger, und Otr, den Fischer, der die Fähigkeit besaß, sich in einen Otter zu verwandeln, um Fische zu fangen. Eines Tages tötet der Gott Loki Otr in seiner Ottergestalt, indem er ihn mit Steinen bewirft. Als Entschädigung für den Tod seines Sohnes verlangt Hreidmar von Loki Gold. Um seine Schuld zu begleichen, zwingt Loki den Zwerg Andvari mit List, ihm dessen Schatz zu überlassen. Andvari gibt schließlich nach, verflucht jedoch einen magischen Ring sowie seinen gesamten Schatz und bestimmt, dass jeder Besitzer Leid und Tod erleiden soll. Der Schatz hätte zwischen den beiden Brüdern und dem Vater Otrs aufgeteilt werden sollen. Doch Fáfnir, von Habgier getrieben, erschlägt seinen Vater, um den Schatz an sich zu bringen. Unter dem Fluch Andvaris verwandelt er sich in einen Drachen, um seinen Schatz zu bewachen. Nachdem Reginn diese Geschichte erzählt hat, überredet er Sigurd, den Drachen Fáfnir zu töten. Sigurd durchbohrt das Ungeheuer mit seinem magischen Schwert. Als er anschließend gemeinsam mit Reginn seinen Sieg feiert, kostet er versehentlich das Blut des Drachen und kann dadurch die Sprache der Vögel verstehen. Von ihnen erfährt er, dass Reginn ihn verraten will. Daraufhin schlägt Sigurd ihm den Kopf ab und nimmt Andvaris Schatz an sich. Später begegnet Sigurd der verzauberten Walküre Brynhild und verliebt sich in sie. Sie versprechen einander die Ehe, und Sigurd schenkt Brynhild den Ring Andvaris. Doch durch einen Zaubertrank vergisst er seine Liebe zu ihr, heiratet die Prinzessin Gudrun und hilft anschließend seinem Schwager Gunnar dabei, Brynhild zu gewinnen, indem er dessen Gestalt annimmt. In Gunnars Gestalt wirbt er um Brynhild und erringt ihre Hand. Während sie schläft, tauscht er den Ring Andvaris gegen einen anderen Ring aus und gibt den Ring des Zwerges Gudrun. Als Brynhild die Ringe erkennt und den Betrug entdeckt, von Schmerz und Trauer überwältigt, bewirkt sie Sigurds Tod und nimmt sich anschließend selbst das Leben. 1. Der Fluch Andvaris Atmosphäre und Klangkulisse versetzen uns sofort in die Welt der nordischen Mythologie. Das Fluchmotiv wird gleich zu Beginn von den Posaunen und dem Flügelhorn vorgestellt. Eine verschlungene und unheilvolle Melodie, zunächst vom Euphonium, dann vom Sopraninstrument und dem Repiano gespielt, symbolisiert Lokis List beim Diebstahl von Andvaris Gold. Die Spannung steigert sich allmählich zu düsteren und bedrohlichen Höhepunkten und steht sinnbildlich für den Raub des Goldes und den Fluch. 2. Der Kampf gegen Fáfnir Der zweite Satz beginnt mit einem äußerst rhythmischen und perkussiven Abschnitt, der den Kampf gegen den Drachen darstellt. Ein erstes Thema entwickelt sich aus einem sehr leisen Beginn zu einem triumphalen Höhepunkt, der Sigurds Sieg über den Drachen symbolisiert. Das zweite, lyrischere Thema schildert den Moment, in dem Sigurd die Sprache der Vögel versteht. Anschließend kehrt das Motiv des Bösen zurück, denn dieses Verständnis enthüllt ihm Reginns Verrat. 3. Sigurd und Brynhild – eine unmögliche Liebe Dieser Satz ist ruhiger und romantischer und stellt die Solisten in den Mittelpunkt. Die lyrischen Passagen symbolisieren die Liebe zwischen Sigurd und Brynhild. Auch hier erscheint das Motiv des Bösen im Zentrum des Satzes, diesmal als Fuge gestaltet, und verkörpert den Fluch, der schließlich den Tod Sigurds und Brynhilds verursacht. 4. Der Anbruch einer neuen Welt Nach den Kämpfen und Tragödien der vorangegangenen Sätze markiert "The Rise of a New World" das Ende des Fluches. Die zerstörerische Jagd nach dem verfluchten Gold geht zu Ende, und ein Neuanfang entsteht. Dieser Satz beschreibt den Übergang vom Chaos zur Hoffnung, dargestellt durch teilweise chaotische Funk-Passagen und virtuose Abschnitte, die den gemeinsamen Einsatz symbolisieren. Er endet mit einer optimistischen Botschaft. 5. Das Licht jenseits des Ringes Das optimistische und strahlende Finale feiert die Wiedergeburt einer hellen und harmonischen Welt. Dieser Satz beschließt The Ring of Fate mit einem friedvollen Ausklang. Nach Konflikten und Zerstörung kehrt das Licht zurück. Der Ring besitzt keine Macht mehr – ein neues Gleichgewicht stellt sich ein. Dieser langsame und lichtvolle Moment symbolisiert das Ende des Fluches und den Aufbruch in eine neue, freie und friedliche Welt.