Oliver Waespi
West Wind
Metamorphosen für Brass Band
Oliver Waespi
West Wind
Metamorphosen für Brass Band
- Besetzung Brass Band
- Komponist Oliver Waespi
- Serie Beriato Concert Works
-
Schwierigkeit
- Ausgabe Partitur und Stimmen
- Verlag Beriato Music
- Bestell-Nr. BER2601-3-772
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Beschreibung:
Das Stück West Wind ist in drei Abschnitte gegliedert, von denen jeder einen Untertitel trägt, der aus Gedichten von Emily Brontë (1818–1848) stammt. Die Lyrik der Romantik, insbesondere die von Brontë, hat oft eine sanfte, fast unschuldige Oberfläche, unter der sich jedoch natürliche und unberechenbare emotionale Kräfte verbergen, die jeden Moment ausbrechen können.
Dementsprechend beginnt der Eröffnungssatz West-wind, in the glory and pride! mit einer sanften, warmen Klanglandschaft, untermalt von leicht pulsierenden Patterns, fast wie ein Aquarell. Nach und nach geht die Musik jedoch in weitaus rauere, vorwärtsgetriebene Gesten über – turbulent, unruhig und zuweilen unvorhersehbar, ganz wie der Westwind selbst.
Das darauf folgende Adagio reflektiert das Gedicht Stars, in dem eine grundlegende Spannung zwischen Begeisterung und Bedauern – ein weiteres wiederkehrendes Merkmal von Brontës Lyrik – durchgängig spürbar ist. Introspektive Solo- und Kammermusikpassagen weichen einem breiten, ekstatischen Klangfeld, an dem das gesamte Ensemble beteiligt ist, das schließlich mit einem einsamen Monolog des Euphoniums ausklingt.
Der Schlusssatz, Wild words of an ancient song, ist ein ausgedehntes Rondo-Scherzo, das von einer virtuosen, ständigen Bewegung geprägt ist. Das Gefühl ständiger Verfolgung ist eine Anspielung auf "Der Knabe im Moor" der deutschen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, einer Zeitgenossin von Brontë, die ähnliche Themen erkundete, wenn auch aus einer anderen Perspektive.
Obwohl bestimmte musikalische Kernelemente immer wiederkehren – pulsierende Patterns, ein Choral, eine Tonreihe –, wird das Werk weniger von einer systematischen sinfonischen Entwicklung als vielmehr von einem intuitiven Strom verschiedener Varianten geprägt. Diese erzeugen eine Abfolge von Metamorphosen, welche das Material aus wechselnden Blickwinkeln beleuchten und die Gefühlslandschaften der romantischen Poesie in die Gegenwart projizieren.
West Wind entstand im Auftrag der Flowers Band und wurde unter der Leitung ihres Dirigenten Paul Holland bei den European Brass Band Championships in Linz (AT) uraufgeführt, wo das Ensemble zudem Europameister wurde.
Dementsprechend beginnt der Eröffnungssatz West-wind, in the glory and pride! mit einer sanften, warmen Klanglandschaft, untermalt von leicht pulsierenden Patterns, fast wie ein Aquarell. Nach und nach geht die Musik jedoch in weitaus rauere, vorwärtsgetriebene Gesten über – turbulent, unruhig und zuweilen unvorhersehbar, ganz wie der Westwind selbst.
Das darauf folgende Adagio reflektiert das Gedicht Stars, in dem eine grundlegende Spannung zwischen Begeisterung und Bedauern – ein weiteres wiederkehrendes Merkmal von Brontës Lyrik – durchgängig spürbar ist. Introspektive Solo- und Kammermusikpassagen weichen einem breiten, ekstatischen Klangfeld, an dem das gesamte Ensemble beteiligt ist, das schließlich mit einem einsamen Monolog des Euphoniums ausklingt.
Der Schlusssatz, Wild words of an ancient song, ist ein ausgedehntes Rondo-Scherzo, das von einer virtuosen, ständigen Bewegung geprägt ist. Das Gefühl ständiger Verfolgung ist eine Anspielung auf "Der Knabe im Moor" der deutschen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, einer Zeitgenossin von Brontë, die ähnliche Themen erkundete, wenn auch aus einer anderen Perspektive.
Obwohl bestimmte musikalische Kernelemente immer wiederkehren – pulsierende Patterns, ein Choral, eine Tonreihe –, wird das Werk weniger von einer systematischen sinfonischen Entwicklung als vielmehr von einem intuitiven Strom verschiedener Varianten geprägt. Diese erzeugen eine Abfolge von Metamorphosen, welche das Material aus wechselnden Blickwinkeln beleuchten und die Gefühlslandschaften der romantischen Poesie in die Gegenwart projizieren.
West Wind entstand im Auftrag der Flowers Band und wurde unter der Leitung ihres Dirigenten Paul Holland bei den European Brass Band Championships in Linz (AT) uraufgeführt, wo das Ensemble zudem Europameister wurde.