David Alagna
Le Dernier Jour d'un condamné
drame intérieur en 2 actes et un intermezzo d'après le roman de Victor Hugo, réduction pour voix et piano
David Alagna
Le Dernier Jour d'un condamné
drame intérieur en 2 actes et un intermezzo d'après le roman de Victor Hugo, réduction pour voix et piano
- Besetzung Soli und Chor
- Komponist David Alagna
- Bearbeiter Roberto Alagna Frédérico Alagna
- Ausgabe Klavierauszug und Stimme(n)
- Verlag Symétrie
- Bestell-Nr. 9790231802238
Beschreibung:
Le Dernier jour d'un condamné (Der letzte Tag eines Verurteilten) ist eine Oper in zwei Akten und einem Intermezzo nach einem Libretto der drei Brüder Alagna, das auf dem gleichnamigen Roman von Victor Hugo basiert. Die 1829 veröffentlichte Oper ist ein langer innerer Monolog, in dem ein zum Tode Verurteilter über sein Leben, seine Gedanken, seine Ängste und sein Leiden während der sechs Wochen zwischen dem ersten Tag seines Prozesses und dem Tag seiner Hinrichtung berichtet. Victor Hugo plädiert hier nachdrücklich für die Abschaffung der Todesstrafe. Der Stil ist insofern besonders, als der Autor praktisch nichts über die Figur sagt, nicht einmal ihren Namen. Der Leser wird also einem Verurteilten überlassen; zu jener Zeit schockierte eine solche Anonymität. Trotz der vielen Kritiker, denen sich Hugo stellen musste, blieb er hartnäckig und präzisierte seine Absichten in dem langen Vorwort, das er für die Ausgabe von 1832 schrieb: "Was seine Absicht war, was er künftigen Generationen in diesem Werk zeigen möchte [...], ist nicht die spezifische Verteidigung eines bestimmten Verbrechers, eines Angeklagten seiner Wahl, die immer einfach und kurzlebig ist: es ist ein umfassendes und andauerndes Plädoyer für jeden Angeklagten jetzt und in der Zukunft." Und weiter schreibt Hugo: "Wir wollen nicht nur die Abschaffung der Todesstrafe, wir wollen eine vollständige Revision aller Formen der Bestrafung von oben bis unten, von den Gefängnisstäben bis zur Klinge."
Dieser Appell, "dem Gesetz die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens auf die Stirn zu drücken", wurde in David Alagnas Oper übernommen und modernisiert. So fügt der Komponist der einzigen Figur der Originalfassung, die 1828 im Pariser Gefängnis Kremlin-Bicêtre inhaftiert war, ein weibliches Gegenstück hinzu, das in einem nicht näher definierten Land in den 2000er Jahren lebt. Beide Geschichten spielen sich in Form von simultanen, aber unabhängigen Monologen parallel ab, ohne dass es zu einer Interaktion oder einem Zusammentreffen der Figuren kommt.
Le Dernier Jour d'un condamné von David Alagna wurde in konzertanter Fassung am 8. Juli 2007 im Theater der Champs-Élysées unter der Leitung von Michel Plasson mit Roberto Alagna in der Titelrolle uraufgeführt.
(Übersetzung Philippe Do)
Details: 2 Flöten (kleine Flöte), 2 Oboen (Englischhorn), 2 Klarinetten (Bassklarinette), 2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, 2 Posaunen, 1 Tuba, Pauken, Perkussion 1, Harfe, Streicher, Chor
Dieser Appell, "dem Gesetz die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens auf die Stirn zu drücken", wurde in David Alagnas Oper übernommen und modernisiert. So fügt der Komponist der einzigen Figur der Originalfassung, die 1828 im Pariser Gefängnis Kremlin-Bicêtre inhaftiert war, ein weibliches Gegenstück hinzu, das in einem nicht näher definierten Land in den 2000er Jahren lebt. Beide Geschichten spielen sich in Form von simultanen, aber unabhängigen Monologen parallel ab, ohne dass es zu einer Interaktion oder einem Zusammentreffen der Figuren kommt.
Le Dernier Jour d'un condamné von David Alagna wurde in konzertanter Fassung am 8. Juli 2007 im Theater der Champs-Élysées unter der Leitung von Michel Plasson mit Roberto Alagna in der Titelrolle uraufgeführt.
(Übersetzung Philippe Do)
Details: 2 Flöten (kleine Flöte), 2 Oboen (Englischhorn), 2 Klarinetten (Bassklarinette), 2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, 2 Posaunen, 1 Tuba, Pauken, Perkussion 1, Harfe, Streicher, Chor