Peter Planyavsky
Schwarzenbach Magnificat für Choralschola und Orgel
Peter Planyavsky
Schwarzenbach Magnificat für Choralschola und Orgel
- Besetzung Schola und Orgel
- Komponist Peter Planyavsky
- Ausgabe Noten
- Verlag Doblinger Musikverlag
- Bestell-Nr. DO45312
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Beschreibung:
Das Orgelfestival St. Pauls Sakral vergab 2008 einen Kompositionsauftrag für ein Werk, das der Orgel von Hans Schwarzenbach von 1599 (die älteste erhaltene Orgel Südtirols) auf den Leib geschrieben sein sollte. Das Instrument war ursprünglich für die Pfarrkirche von St. Pauls (Gemeinde Eppen) in der Nähe von Kaltern gebaut worden und kam 1690 in die Pfarrkirche St. Peter in Auer (Dekanat Neumarkt), wo sie 1982-86 auf den ursprünglichen Zustand zurückgeführt wurde.
Der Auftraggeber regte auch die Einbeziehung einer einstimmig singenden Schola an, was die sehr alte Form der Alternatim-Praxis nahelegte: dabei werden die ungeraden Verse eines Magnificat (Te Deum, Gloria, Veni Creator usw.) unbegleitet in einem gregorianischen Ton gesungen und die geraden durch ein kurzes Orgelstück ersetzt, das die Tonart, oft aber auch Motive aus dem Gesang aufgreift. In den alten Vorbildern findet sich manchmal auch ein wenig Textausdeutung; im vorliegenden Stück wird das aufgegriffen. Auch die Abschnitte für die Schola sind neu komponiert und entsprechen einem ausgedehnten tonus solemnis; allerdings entfernen sie sich hier allmählich immer weiter vom Modus der ersten Abschnitte und kehren später wieder zurück. Das ganze wird von einem Praeambulum und einer Conclusio eingerahmt. 'Modern' ist auch, dass sich gespielte und gesungene Abschnitte manchmal überlappen.
Die ehrwürdige Orgel von Meister Schwarzenbach hat ihre Beschränkungen in Klangfarben, Klaviaturumfängen, Windversorgung - und vor allem in der Stimmung. Die mitteltönige Stimmung erlaubt viele ganz reine Klänge. Einzelne Akkorde ergeben wiederum sehr raue Klangwirkungen, was durchaus erwünscht ist.
(Peter Planyavsky)
Der Auftraggeber regte auch die Einbeziehung einer einstimmig singenden Schola an, was die sehr alte Form der Alternatim-Praxis nahelegte: dabei werden die ungeraden Verse eines Magnificat (Te Deum, Gloria, Veni Creator usw.) unbegleitet in einem gregorianischen Ton gesungen und die geraden durch ein kurzes Orgelstück ersetzt, das die Tonart, oft aber auch Motive aus dem Gesang aufgreift. In den alten Vorbildern findet sich manchmal auch ein wenig Textausdeutung; im vorliegenden Stück wird das aufgegriffen. Auch die Abschnitte für die Schola sind neu komponiert und entsprechen einem ausgedehnten tonus solemnis; allerdings entfernen sie sich hier allmählich immer weiter vom Modus der ersten Abschnitte und kehren später wieder zurück. Das ganze wird von einem Praeambulum und einer Conclusio eingerahmt. 'Modern' ist auch, dass sich gespielte und gesungene Abschnitte manchmal überlappen.
Die ehrwürdige Orgel von Meister Schwarzenbach hat ihre Beschränkungen in Klangfarben, Klaviaturumfängen, Windversorgung - und vor allem in der Stimmung. Die mitteltönige Stimmung erlaubt viele ganz reine Klänge. Einzelne Akkorde ergeben wiederum sehr raue Klangwirkungen, was durchaus erwünscht ist.
(Peter Planyavsky)