Lose Ware; Erstes Liebeslied eines Mädchens
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Manfred Schlenker
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Manfred Schlenker
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Beschreibung:

  • Sprache: Deutsch
Textanfang: Tinte! Tinte, wer braucht! Schön schwarze Tinte verkauf' ich!' rief ein Bübchen gar hell die Strassen hinauf und hinab. Lachend traf sein feuriger Blick mich oben am Fenster, eh' ich mich's irgend versah, huscht er ins Zimmer herein. Knabe, dich rief niemand! 'Herr, meine Ware versucht nur!' und sein Fässchen behend schwang er vom Rücken herum. Da verschob sich das halb zerrissene Jäckchen ein wenig an der Schulter, und hell schimmert ein Flügel hervor. Ei, lass sehen, mein Sohn, du führst auch Federn im Handel? Amor, verkleideter Schelm, soll ich dich rupfen sogleich? Und er lächelt, entlarvt, und legt auf die Lippen den Finger: 'Stille! Sie sind nicht verzollt, stört die Geschäfte mir nicht! Gebt das Gefäss, ich füll' es umsonst, und bleiben wir Freunde!' Dies gesagt und getan, schlüpft er zur Türe hinaus. Angeführt hat er mich doch: denn will ich was Nützliches schreiben, gleich wird ein Liebesbrief, gleich ein Erotikon daraus. Was im Netze? Schau einmal! Aber ich bin bange. Greif ich einen süssen Aal? Greif ich eine Schlange? Lieb ist blinde Fischerin, Sagt dem Kinde, Wo greifts hin? Schon schnellt mirs in Händen! Ach Jammer! o Lust! Mit Schmiegen und Wenden Mir schlüpfts an die Brust. Es beisst sich, o Wunder! Mir keck durch die Haut, Schiesst 's Herze hinunter! O Liebe, mir graut! Was tun, was beginnen? Das schaurige Ding, Es schnalzet da drinnen, Es legt sich im Ring. Gift muss ich haben! Hier schleicht es herum, Tut wonniglich graben Und bringt mich noch um!