Magnificat octo tonorum
für 6 Soli und gemischten Chor
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Ludwig Senfl
Magnificat octo tonorum
für 6 Soli und gemischten Chor

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Beschreibung:

  • Genre: Geistlich & Kirchenmusik
  • Begleitung: A cappella
Ludwig Senfl (geb. 1486, gest. 1542 od. 43) komponierte eines seines Hauptwerke, das achtteilige Magnificat, in den dreissiger Jahren des 16. Jahrhunderts. Der schweizerische Meister lebte damals schon seit zehn Jahren als Hofkomponist und Kapellmeister in München. Es ist kein Zufall, dass Luther in ihm die größte Hoffnung der deutschen Tonkunst sah. Senfl war ein erstaunlich vielseitiger und hochgebildeter Künstler und zugleich ein leidenschaftlich subjektiver Dichter von reger Phantasie; man betrachtet ihn mit Recht als den Begründer der deutschen Chorkultur. Die einzelnen Teile der grossangelegten Schöpfung folgen in der Reihenfolge der traditionellen Kirchentonarten (8 modi) aufeinander und basieren auf den bezüglichen Gregorianischen Psalm-Tönen. Senfl vertonte in allen acht Teilen die geraden Strophen des Evangelientextes (Lukas 1 : 46-55), wogegen die ungeraden laut des ursprünglichen Canticums einstimmig zu singen sind. Diese Praxis führte seinerzeit Obrecht ein, nach Senfl wurde sie auch von Palestrina und Lassus verwendet. Unsere vorliegende Ausgabe folgt getreu der 1539 erschienenen ersten gedruckten Version (Magnificat octo tonorum autore Ludovico Senflio Helvetio, Nürnberg, Formschneider), die durch die authentischen Melodien der ungeraden Strophen ergänzt wurde. Den praktischen Vortragsansprüchen entsprechend haben wir die heutige Notation angewendet: Anstelle der alten Schlüsselbezeichnungen sind neue getreten, die Notenwerte wurden im Verhältnis 4:1 abgekürzt, das Ablesen und die Aufführung sind durch Taktstriche erleichtert. Die Urfassung enthält keine Hinweise auf den Vortragsapparat. Die Musikpraxis der Renaissance und die liturgischen Brauche lassen jedoch darauf schliessen, dass sich das Vortragsensemble, bzw. die Besetzung oft geändert haben. In diesem Sinne bringen wir am Anfang eines jeden Satzes einen Vorschlag zu verschiedentlich kombinierten Vokalensembles. Auch die Verdoppelung oder Ersetzung einer Stimme, bzw. mehrerer Stimmen durch zeitgetreue Instrumente ist vorstellbar und historisch erlaubt. Gábor Darvas