The Westminster Service
für SATB und Orgel
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Roderick Williams
The Westminster Service
für SATB und Orgel

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Beschreibung:

  • Sprache: Englisch
  • Seiten: 32
  • Erschienen: 04.09.2025
  • Maße: 297 x 210 mm
  • Gewicht: 99 g
  • ISMN: 9790577025612
Es war mir eine besondere Freude und Ehre, eingeladen worden zu sein, ein neues Gottesdienststück für den Chor der Westminster Abbey zu komponieren, mit dem ich bereits mehrfach gesungen habe, unter anderem bei einem Gottesdienst zum Gedenken an die Abschaffung der Sklaverei und natürlich bei der Krönung von König Charles III. Meine erste Reaktion auf diesen Auftrag war, mich damit auseinanderzusetzen, wie Maria – höchstwahrscheinlich ein junges Mädchen – von der Erscheinung eines Erzengels überwältigt gewesen sein muss, ganz zu schweigen von der Nachricht, dass sie bald ein Kind zur Welt bringen würde und dass dieses Kind den Lauf der Geschichte verändern würde. Dieses Szenario ließ in meinem Kopf eine fast opernhafte Darstellung entstehen, geprägt von Ehrfurcht, Staunen und einem gewissen Maß an Furcht. Als ich jedoch Lukas 1 noch einmal las, wurde mir klar, dass Maria etwas Zeit hatte, diese außergewöhnliche Erscheinung zu verarbeiten, während sie zu Elisabeths Haus eilte; und als sie dort angekommen war, hatte eine andere Stimmung von ihr Besitz ergriffen, die ihr den Anstoß gab, in die bemerkenswerten, kühnen Worte auszubrechen, die das Magnificat bilden. Mich beeindruckte das Gefühl der Freude, die pure Begeisterung darüber, dass sie erkannte, eine neue, wunderbare Bestimmung zu haben – und diese Freude wird durch ihre Jugend und ihre bescheidene Herkunft noch ekstatischer. Es schien ganz natürlich, dass sich diese Freude in den Worten des alternden Simeon fortsetzte, der die Erlösung findet, nach der er sich gesehnt hat, und dessen Geduld sich endlich auszahlt. Ein weiterer Einfluss auf mein Schreiben waren die "Sacred Concerts" von Duke Ellington, von denen das dritte 1973 in der Westminster Abbey uraufgeführt wurde. Obwohl ich keinen besonderen jazzmusikalischen Hintergrund habe, komponierte ich doch komplette Jazz-Chor-Vespern und Chor-Matutin-Gottesdienste, die 2006 bzw. 2007 ausgestrahlt wurden. Mein Wunsch war es, Musik im Jazzstil zu schreiben, die sich für den täglichen Gebrauch eignet, um das Gefühl von Freude und Begeisterung in den anglikanischen Gottesdienst zu bringen, das mir Duke Ellingtons Konzerte vermittelt haben. Diese Gottesdienste waren jedoch für Chor und Jazz-Klaviertrio geschrieben und erwiesen sich als zu kompliziert, um sie in einen allgemeinen kirchlichen Rahmen zu integrieren. Ich hoffe, dass sich der Westminster-Gottesdienst als leichter umsetzbar erweisen wird, auch wenn er vielleicht noch so manchen Chor auf eine harte Probe stellen wird. Ich hoffe auch, dass die Freude am Singen dieser Musik den erforderlichen Aufwand lohnenswert erscheinen lässt.