2 Arias
from the Opera Giulio Cesare in Egitto
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Georg Friedrich Händel
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Beschreibung:

  • Erschienen: 08.09.2026
  • Genre: Arie
  • ISMN: 9790570810451
Diese Bearbeitungen für Alt (oder Mezzosopran) und Streichquartett von zwei Arien aus Georg Friedrich Händels Oper "Giulio Cesare in Egitto" (Julius Caesar in Ägypten, 1724) wurden von der Mezzosopranistin Helena Mäntylä in Auftrag gegeben. Sie entstanden im Frühjahr 2024 in Tampere, Finnland, wurden innerhalb einer einzigen Woche fertiggestellt und orientieren sich eng an Händels Originalorchestrierung. Mäntylä nahm die Arien damals in ihr Repertoire auf und wollte sie mit der intimeren Begleitung eines Streichquartetts aufführen.

"Giulio Cesare" wurde am 20. Februar 1724 im King's Theatre in London uraufgeführt, präsentiert von der Royal Academy of Music. Es war ein sofortiger Erfolg und wurde 1725, 1730 und 1732 in London wiederaufgeführt, während Inszenierungen an anderen Orten - darunter Hamburg und Braunschweig - bald seine breite Anziehungskraft unter Beweis stellten. Die reichhaltige und abwechslungsreiche Partitur verbindet beeindruckende dramatische Passagen mit Stellen von großer Zartheit, Farbigkeit und ausdrucksstarker Tiefe.

Die rasante und leidenschaftliche Arie "Al lampo dell'armi" ("Im Blitz der Waffen") schildert Cäsar bei seinen Vorbereitungen auf die Schlacht. Diese Bearbeitung bewahrt die Virtuosität und Spannung von Händels Original, wobei die Schluss takte leicht angepasst wurden, damit die feurige Dynamik der Arie bis zur letzten Note erhalten bleibt.

In dem berühmten Stück "Va tacito e nascosto" ("Still und heimlich") vergleicht Caesar seine politischen Manöver mit dem vorsichtigen Vorgehen eines Jägers, der seiner Beute auflauert. Händel weist dem Horn eine ungewöhnlich herausragende und fast solistische Rolle zu und schafft so einen genialen Dialog mit der Stimme, anstatt es lediglich zur Darstellung einer konventionellen Jagdfanfare einzusetzen. In dieser Bearbeitung ist der Hornpart in die Streicherstimmen eingewoben, wodurch er seinen unverwechselbaren Charakter behält und gleichzeitig sowohl als integraler Bestandteil der Quartetttextur als auch als Gegenpol zum Sänger fungieren kann.

Luukas Hiltunen
Helsinki, August 2026

Georg Friedrich Händel (1685-1759): Zwei Arien aus der Oper "Giulio Cesare in Egitto" für Alt, Horn, Streichorchester und Cembalo (9', 1724) wurden von der Mezzosopranistin Helena Mäntylä in Auftrag gegeben.

Das Cover-Design zeigt "Julius Caesar überquert den Rubikon" (1875) des französischen Künstlers Adolphe Yvon (1817-1893).