Aljabiew, A., Trio a-moll f. Klavier, Violine u. Violoncello
Aljabiew, A., Trio a-moll f. Klavier, Violine u. Violoncello
- Besetzung Klaviertrio (Klavier, Violine und Cello)
- Ausgabe Noten
- Verlag Verlag Walter Wollenweber
- Bestell-Nr. KU-WW222
Beschreibung:
Alexander A. Aljabiew ist 1787 im westsibirischen Tobolsk geboren; er starb 1851 in Moskau. Als Komponist von mehreren zu ihrer Zeit sehr beliebten Singspielen und Opern wurde er vor allem durch sein Liedschaffen von nahezu 200 Liedern und Romanzen bekannt, die teilweise vom Einfluss Schuberts geprägt sind. Vor allem die als Einlage in Rossinis Der Barbier von Sevilla gesungene Nachtigall, die noch weitere zahlreiche Bearbeitungen erfahren hat, hält die Erinnerung an seinen Namen bis auf den heutigen Tag wach. Erst durch die neuere russische Musikforschung, vor allem aber durch die erstmals in den Fünfzigerjahren im russischen Staatsverlag MUSGIZ, Moskau veröffentlichten Werke wurde man auf das Kammermusikschaffen Aljabiews aufmerksam, darunter das Klaviertrio in a-Moll, das zu den wertvollsten Werken dieser Gattung innerhalb der russischen Kammermusik der Frühromantik zählt. Das Trio ist dreisätzig. Bereits das Hauptthema des ersten Satzes Allegro ma non troppo, der Melodien lyrischen, romanzenartigen Charakters verarbeitet, ist von typisch national-russischem Kolorit geprägt. Im Gegensatz dazu fesselt das zweite Thema durch seine geistreich sprühende, lebhafte Art, die dem Satz Heiterkeit und Brillanz verleiht. Breit ausgespielte, auf und ab wogende Passagen im Wechselspiel der Harmonien bilden das Klangmaterial in der Verarbeitung dieses Satzes. Der zweite Satz Adagio, lyrisch gehalten, wirkt nachdenklich und beschaulich. Die Melodielinien entsprechen der klassischen Setzweise. Es fällt nicht schwer, diese Musik mit der 'Romanzen'-Lyrik, innig und zugleich elegisch, dieses Komponisten in gedanklichem Zusammenhang zu sehen. Der Mittelteil des Satzes ist gelegentlich auch erregt, aber im großen ganzen ebenfalls von ruhigem, verträumten Charakter. Im Schlusssatz Allegretto stützt sich Aljabiew ganz auf die folkloristische Wirkung, indem er ein herausforderndes Tanzthema anstimmt. Das Thema ist vom Komponisten selbst, in seiner Form erinnert es allerdings mehr an städtisches als an dörfliches Musizieren. Schliesslich entsteht daraus ein Rondo, in dem in reichlichem Mass die Variationstechnik zur Etwicklung der Themen angewandt wird. Unser Neudruck folgt dem sorgfältig edierten Text der Erstausgabe, Moskau 1951 Der Verlag