Johann Theile
Andächtige Kirchen-Music
Johann Theile
Andächtige Kirchen-Music
- Besetzung 1-4 Singstimmen und Ensemble
- Komponist Johann Theile
- Bearbeiter Ekkehard Krüger
- Ausgabe Partitur
- Verlag Ortus Musikverlag
- Bestell-Nr. ORT66-1
Beschreibung:
Acht Kantaten
für eine bis vier Vokalstimmen und Instrumente
Herausgegeben von Ekkehard Krüger
Vorwort von Karl Heller
Die undatierte 'Andächtige Kirchen-Music' des Merseburger Kapellmeisters Johann Theile ist König Friedrich I. in Preußen gewidmet und daher als ein Dokument der Berliner Musikgeschichte am Anfang des 18. Jahrhunderts zu werten. Theile wurde von Königin Sophie Charlotte gefördert und hielt sich u. a. als Lehrer nach 1700 einige Zeit in Berlin auf. Acht von zehn Kompositionen der Sammlung sind noch erhalten. Sie vertreten ein Repertoire, das zwischen Geistlichem Konzert und älterer Kirchenkantate angesiedelt ist.
Sechs Werke kombinieren eine eröffnende Spruch-Vertonung (Concerto) mit der Vertonung einer anonymen mehrstrophigen Odendichtung (Aria) mit ausgeprägt pietistischem Grundton. Die Verstärkung der Streicher (auch in Mehrfachbesetzung) durch Bläser (bis zur Festbesetzung mit zwei Bläserchören) ist die Regel. Ihrem Gesamtprofil nach entsprechen die Kantaten der 'Andächtige[n] Kirchen-Music' dem um 1700 in der protestantischen Kirchenmusik Mittel- und Norddeutschlands erreichten Standard damals 'moderner' Schreibart.
Die Kantaten der 'Andächtige[n] Kirchen-Music', mit hoher Wahrscheinlichkeit als späte Schöpfungen des Komponisten entstanden, erweisen sich als ein gattungsgeschichtlich ebenso interessantes wie künstlerisch belangvolles Dokument protestantischer Kirchenmusik in der Generation vor Bach.
für eine bis vier Vokalstimmen und Instrumente
Herausgegeben von Ekkehard Krüger
Vorwort von Karl Heller
Die undatierte 'Andächtige Kirchen-Music' des Merseburger Kapellmeisters Johann Theile ist König Friedrich I. in Preußen gewidmet und daher als ein Dokument der Berliner Musikgeschichte am Anfang des 18. Jahrhunderts zu werten. Theile wurde von Königin Sophie Charlotte gefördert und hielt sich u. a. als Lehrer nach 1700 einige Zeit in Berlin auf. Acht von zehn Kompositionen der Sammlung sind noch erhalten. Sie vertreten ein Repertoire, das zwischen Geistlichem Konzert und älterer Kirchenkantate angesiedelt ist.
Sechs Werke kombinieren eine eröffnende Spruch-Vertonung (Concerto) mit der Vertonung einer anonymen mehrstrophigen Odendichtung (Aria) mit ausgeprägt pietistischem Grundton. Die Verstärkung der Streicher (auch in Mehrfachbesetzung) durch Bläser (bis zur Festbesetzung mit zwei Bläserchören) ist die Regel. Ihrem Gesamtprofil nach entsprechen die Kantaten der 'Andächtige[n] Kirchen-Music' dem um 1700 in der protestantischen Kirchenmusik Mittel- und Norddeutschlands erreichten Standard damals 'moderner' Schreibart.
Die Kantaten der 'Andächtige[n] Kirchen-Music', mit hoher Wahrscheinlichkeit als späte Schöpfungen des Komponisten entstanden, erweisen sich als ein gattungsgeschichtlich ebenso interessantes wie künstlerisch belangvolles Dokument protestantischer Kirchenmusik in der Generation vor Bach.