Capitale de la douleur
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Romain Dumas
Capitale de la douleur
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Romain Dumas
Capitale de la douleur

  • Besetzung Holzbläserduett (Querflöte und Klarinette)
  • Komponist Romain Dumas
  • Ausgabe Noten
  • Verlag Symétrie
  • Bestell-Nr. 9790231808032
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Beschreibung:

  • Seiten: 18
  • Erschienen: 24.03.2016
  • Dauer: 10:00
  • Maße: 210 x 297 mm
  • Gewicht: 80 g
  • ISMN: 9790231808032
Capitale de la douleur (Hauptstadt des Schmerzes) entstand 2013 als Ergebnis der Freundschaft zwischen dem Duo Sità (einem Flöten- und Klarinettenduo) und dem Komponisten Romain Dumas. Dieser Zyklus ist eine Vertonung von drei Texten des surrealistischen Dichters Paul Éluard, die aus zwei seiner berühmtesten Gedichte stammen: Capitale de la douleur (1926) und L'Amour la Poésie (Liebeslyrik) (1929). Diese Werke verdeutlichen seine Beziehung zu seiner ersten Muse Gala (die eigentlich Helena Diakonova hieß), die ihn 1929 für Salvador Dalì verließ. Capitale de la douleur spiegelt somit die Fülle einer gegenseitigen Liebe wider, während L'Amour la Poésie eine nunmehr einseitige Liebe feiert. Außerdem scheint die Zeit bei der Widmung des Dichters stehen geblieben zu sein: "
Capitale de la douleur" ist ein langsam-schnell-langsam strukturiertes Triptychon. Die beiden langsamen Sätze basieren auf den Gedichten "La courbe de tes yeux fait le tour de mon cœur" ("Die Kurve deiner Augen geht um mein Herz") und "Leurs yeux toujours purs" ("Ihre noch reinen Augen"), beide aus Capitale de la douleur, während "Ses yeux sont des tours de lumière" ("Ihre Augen sind Türme des Lichts") das zweite Gedicht aus L'Amour la Poésie ist.
Wenn Gedichte und Duos formale Analogien darstellen, so emanzipiert sich die Musik schnell vom Text, um ihre eigene Logik zu schaffen: Über das lyrische Gedicht hinaus scheint dieses Triptychon den Klangeindruck, den die Worte hinterlassen, köstlich zu erweitern.
Natürlich ist die Liebe das Thema. Die Liebe, mal ruhig und wollüstig, mal ausgelassen in "La courbe de tes yeux". Die Gelassenheit der Beziehung erscheint u.a. durch das tiefe Register, das die großen Linien überzieht, die abwechselnd von den beiden Instrumenten gezogen werden. "Ses yeux sont des tours de lumière" zelebriert eine leidenschaftliche und ungezähmte Liebe. Der Einsatz der Es-Klarinette sorgt für eine leicht ätzende Atmosphäre: Diese vulkanische Liebe scheint weit weg vom Dichter zu sein. Die Reihenfolge der ausgewählten Gedichte scheint jedoch einen Schluss mit der Idee der verlorenen Liebe nicht zuzulassen, sondern ist im Gegenteil optimistisch.
In der Tat ist "Leurs yeux toujours purs" ein Fresko, das verschiedene Szenen eines gemeinsamen Lebens zeigt, das zwischen Harmonie und Uneinigkeit schwankt. Es beginnt und endet jedoch mit einem wiederhergestellten Dialog zwischen der Klarinette und der Piccoloflöte, dann mit der Flöte, und vergrößert so das Feld der Möglichkeiten, das durch die Liebesbeziehung eröffnet wird.
Das Thema der Augen vereint auch diese drei Gedichte: Augen als greifbare Verbindung zum Geliebten, Augen, die auf neue Horizonte gerichtet sind, die schönsten Augen der Welt, die einen Blick auf die Unermesslichkeit der Existenz erlauben. Und schließlich die Augen, nutzlos für die Wahrnehmung dieser Musik, als bedeutsame Exegese der erhabenen Seiten der surrealistischen Poesie, wo Worte und Noten mit einer verblüffenden Selbstverständlichkeit erklingen.
Anastasie Lefebvre de Rieux
(Übersetzung Philippe Do)