Das Volk, so im Finstern wandelt
Weihnachtsweissagung des Propheten Jesaja für Sopran, 2 Trompeten, Pauken, 2 Flöten, Streicher und B.c.
Das Volk, so im Finstern wandelt
Weihnachtsweissagung des Propheten Jesaja für Sopran, 2 Trompeten, Pauken, 2 Flöten, Streicher und B.c.
- Besetzung Gesang (hoch), 2 Trompeten in C, Pauke, 2 Querflöten, 2 Violinen, Viola und Basso Continuo
- Ausgabe Partitur
- Verlag Musica Rinata
- Bestell-Nr. SOV-MR309601
Beschreibung:
Die Vertonung der Weissagung aus dem neunten Kapitel des Propheten Jesaja ist neben der Weihnachtsgeschichte mit dem Ehre sei Gott in der Höhe und dem Quempas fester Bestandteil der Christmette, wie sie noch heute in etlichen Kirchen des Erzgebirges am Christfest morgens früh, zumeist um fünf Uhr, abgehalten wird. Schon in einer Chronik von 1716 steht '...ist der zu Schneeberg eine sonderlichen Kirchengewohnheit, dass die Christmetten am heiligen Christtag dort früh umb vier Uhr mit einer herrlichen Musici, so eine Stunde währet angefangen wird.' In den 1809 erschienenen 'Wanderungen durch das obere Erzgebirge' heißt es: 'Am Christtag früh um fünf Uhr wird dann Metten gehalten. ... Man trifft es in allen obererzgebirgischen Städten an.' Im Laufe der Zeit wurden die Metten formal immer wieder verändert, die Teile Verkündigung, Weissagung und Quempas haben sich aber als fester Bestandteil erhalten.
Die vorliegende Komposition der Weissagung des Jesaja stammt aus Neudorf, einem Ort am Fuß des Fichtelberges. Dort findet man in den Kirchenrechnungen von 1771/72 einen ersten Hinweis auf eine festlich begangene Christmette: '...Lichter vor die Metten gekauft'.
Über den Komponisten des kleinen Werkes ist nichts bekannt. Vielleicht ist es einem Angehörigen der erzgebirgischen Kantorenfamilie Tag (Christian Gottlob oder Christian Gotthilf) zuzuschreiben. In Beierfeld bei Schwarzenberg, dem Geburtsort von Christian Gotthilf Tag, existiert jedenfalls eine Abschrift dieser Komposition mit der Jahreszahl 1856. Stilistisch steht das Werk als Kantate für Knabensopran, Trompeten, Pauken, Flöten, Streicher und Orgel in der Weissagungs-Tradition des ausgehenden 18. Jahrhundert.
Wenn auch diese Komposition nicht auf gleicher Höhe wie etwa die zeitgleichen Kantaten Weiskes oder Tags steht, gibt sie doch Zeugnis von einer liebenswerten alten Tradition und ist durchaus auch heute für den Gebrauch in Christmetten und -vespern gut geeignet.
Die vorliegende Komposition der Weissagung des Jesaja stammt aus Neudorf, einem Ort am Fuß des Fichtelberges. Dort findet man in den Kirchenrechnungen von 1771/72 einen ersten Hinweis auf eine festlich begangene Christmette: '...Lichter vor die Metten gekauft'.
Über den Komponisten des kleinen Werkes ist nichts bekannt. Vielleicht ist es einem Angehörigen der erzgebirgischen Kantorenfamilie Tag (Christian Gottlob oder Christian Gotthilf) zuzuschreiben. In Beierfeld bei Schwarzenberg, dem Geburtsort von Christian Gotthilf Tag, existiert jedenfalls eine Abschrift dieser Komposition mit der Jahreszahl 1856. Stilistisch steht das Werk als Kantate für Knabensopran, Trompeten, Pauken, Flöten, Streicher und Orgel in der Weissagungs-Tradition des ausgehenden 18. Jahrhundert.
Wenn auch diese Komposition nicht auf gleicher Höhe wie etwa die zeitgleichen Kantaten Weiskes oder Tags steht, gibt sie doch Zeugnis von einer liebenswerten alten Tradition und ist durchaus auch heute für den Gebrauch in Christmetten und -vespern gut geeignet.