Georg Friedrich Händel
Konzert F-Dur
für 2 Hörner, 2 Oboen, Fagott, Streicher und Bc.
Georg Friedrich Händel
Konzert F-Dur
für 2 Hörner, 2 Oboen, Fagott, Streicher und Bc.
- Besetzung 2 Hörner, 2 Oboen, Fagott, Streicher und Basso Continuo
- Komponist Georg Friedrich Händel
- Herausgeber Hanspeter Gmür
- Ausgabe Partitur
- Verlag Edition Kunzelmann
- Bestell-Nr. KU-OCT10180
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Beschreibung:
GEORG FRIEDRICH HÄNDEL: CONCERTO F-DUR (Erstmals herausgegeben von Hanspeter Gmür) Das hier erstmals veröffentlichte Concerto in F-dur, für zwei Hörner, zwei Oboen, Fagott(e), Streicher und Basso continuo, von Georg Friedrich Händel, ist weder als Ganzes noch in der hier vorliegenden 4-sätzigen Form entstanden. Der Herausgeber hat es vielmehr aus einzelnen Sätzen, bzw. Fragmenten von Instrumentalkonzerten, die somit leider für Aufführungszwecke zum vornherein ausschieden, zusammengestellt. Satz 2 (Allegro) und 4 (Alla Hornpipe) komponierte Händel ungefähr 1715. Er fasste die zwei Sätze unter der Bezeichnung CONCERTO zusammen, verwendete sie dann allerdings, mit einigen Veränderungen nach D-dur transponiert und unter Hinzunahme von Trompeten, wiederum in seiner vier Jahre später entstandenen berühmten ?äWassermusik'. Beim Largo-Satz, dessen thematisches Material Händel im ersten Satz seines zweiten Oboenkonzertes nochmals verarbeitet hat, handelt es sich um den Eröffnungsteil eines offensichtlich nie weiter zur Ausführung gelangten Instrumentalkonzertes für zwei konzertierende Hörner. Da sowohl Tonart (F-dur) als auch Art und Anlage der Instrumentation in geradezu frappierender Weise mit den 1715 entstandenen Sätzen übereinstimmen, lag es nahe, dieses Largo den beiden schnellen Sätzen voranzustellen und diese durch Einschub eines kurzen langsamen Satzes zu teilen, um damit die ?äklassische' 4-sätzige Form des Concerto grosso (langsam - schnell - langsam - schnell) zu erhalten. Das d-moll Adagio (Satz 3) wurde zu diesem Zweck einem der doppelchörigen Orchesterkonzerte entlehnt. Auch diesen Satz hat Händel selbst ein weiteres Mal, nämlich in seinem Orgelkonzert Nr. 16, als langsamen Zwischenteil verwendet. Sowohl das doppelchörige Concerto, als auch das genannte letzte Orgelkonzert stehen in der Grundtonart F-dur und weisen die gleiche Instrumentation (Hörner, Oboen, Streicher und B. c., natürlich mit Fagott) auf. Es ist bekannt - und durch die Herkunft aller hier verwendeten Sätze erneut belegt -, dass Händel selbst immer wieder Sätze oder ganze Teile seiner Bühnen-, Vokal- und Instrumentalwerke, sei es unverändert oder in mehr oder weniger abgewandelter Form in andere, spätere Werke übernahm. Daher schien die Anwendung dieses von Händel selbst so häufig praktizierten Verfahrens dem Herausgeber durchaus legitim zu sein, umsomehr, als es sich bei allen vier Sätzen um wahre Prachtstücke Händelscher Instrumentalmusik handelt, die somit der Vergessenheit zu entreissen sich zweifelsfrei lohnte. Das hier vorliegende Orchesterkonzert, klanglich dem Brandenburgischen Konzert Nr. 1 von Bach verwandt, stellt nicht nur die Hornisten vor eine überaus dankbare, dabei jedoch nicht allzu schwierige Aufgabe. Daher dürfte es sich auch für versierte Jugend- und Laienorchester eignen. Ohne Zweifel gliedert sich aber unser Konzert in dieser 4-sätzigen und damit in sich geschlossenen Form würdig in die Reihe der bekannten Händelschen Orchesterkonzerte und Concerti grossi (op. 3 und op. 6) ein, entspricht sein Klangbild doch ganz besonders der Vorstellung barocker Pracht und Grösse. Als Vorlage für die Herausgabe diente die im letzten Jahrhundert im Urtext erschienene erste Gesamtausgabe der Händelschen Werke von Chrysander. Der Notentext wurde unverändert übernommen. Alle, ausschliesslich als Ausführungsvorschläge gedachten Zusätze des Herausgebers wurden in der Partitur in Klammern gesetzt und durch Kleindruck wiedergegeben bzw. durch punktiert gezogene Legatobögen kenntlich gemacht. Ebenfalls für den Aufführungsgebrauch hat der Herausgeber die Continuostimme ausgesetzt. Hanspeter Gmür