Franz Xaver Brixi
Konzert für Orgel F-Dur
für Orgel, 2 Hörner, Streicher und Cembalo
Franz Xaver Brixi
Konzert für Orgel F-Dur
für Orgel, 2 Hörner, Streicher und Cembalo
- Besetzung Orgel, 2 Hörner, Streicher und Cembalo
- Komponist Franz Xaver Brixi
- Herausgeber Fritz Racek Jiri Reinberger
- Ausgabe Partitur
- Verlag Edition Kunzelmann
- Bestell-Nr. KU-OCT10020
Beschreibung:
Frantisek Xaver Brixi entstammte einem weitverzweigten Musikantengeschlecht aus Nordwest-Böhmen. Sein Vater, Simon Brixi (1693-1735) war Regenschori bei St. Martin im Felsen bei Prag. Frantisek Xaver Brixi wurde am 2. Januar 1732 in Prag geboren. Mit drei Jahren verwaiste er und erst im Jahre 1744 trat er als Schüler in das Pianistengymnasium in Kosmonosy (Kosmanos) ein, an welchem vorher, im Jahre 1735, Jiri Antonin Benda studiert hatte. Er absolvierte das Gymnasium nach fünf Jahren erfolgreichen Studiums. Zunächst ernährte er sich kümmerlich als Organist der Kirche zum hl. Kastallus und, wie es scheint, auch an der St. Niklas Kirche in Prag. Ab 1. Januar 1759 war er dann Kapellmeister in der Metropolitankirche bei St. Veit in Prag auf dem Hradschin und offenbar auch Organist und Kapellmeister im Kloster der Benediktinerinnen bei St. Georg auf der Prager Burg. Brixi hat sein Heimatland niemals verlassen und auch nie im Ausland studiert. Er wuchs aus der heimatlichen Musiktradition, vor allem der tschechischen Volksmusik. Brixi schuf mühelos. Durch seinen vorzeitigen Tod am 14. Oktober 1771 wurde seine glänzende Laufbahn als Komponist jäh unterbrochen. Brixis Lebenswerk ist überaus reich und zeugt von unermesslichem Fleiss, von einer hervorragenden Begabung und geradezu mozarthaften Leichtigkeit. Sein Werk umfasst über 440 Kompositionen, fast durchwegs Kirchenmusik, vor allem 105 Messen, 263 Offertorien, 26 Litaneien, 24 Vespern und 5 Requiems, sowie eine Unzahl kleinerer Werke. Zu den wegen ihrer tschechischen, volksweisenartigen Elemente besonders anziehenden Werken gehören seine Weihnachtspastorellen und die Pastoralmesse in D-dur. In den Jahren 1758-1763 entstand Brixis sogenannte Wassermusik (Musica navalis) für die Prozessionen auf der Moldau. Er schrieb auch Oratorien und Kantaten, sowie dramatische Klosterund Schulspiele. Brixi hat durch sein Werk dem tschechischen Klassizismus den Boden bereitet und nimmt deshalb in der Geschichte der Entwicklung der tschechischen Musik einen wichtigen Platz ein. Mit Recht wird er als Vorläufer Mozarts bezeichnet, sein melodisches Denken ist dem des um 24 Jahre jüngeren Mozart verwandt. Seine Instrumentalwerke, vor allem die Orgel- und Cembalokonzerte haben schon einen völlig mozartischen Charakter. Brixi hat sich bald des pathetisch-barocken Ausdrucks entledigt und mit Hilfe volkstümlicher Lied- und Tanzelemente in der tschechischen spät-barocken Musik einen neuen musikalischen Ausdruck geschaffen. Seine Kompositionen wurden rasch in breitesten Volksschichten beliebt. So ist es unter anderem zu erklären, warum Mozarts Klassizismus in Böhmen so unmittelbar und begeistert als ein, dem tschechischen musikalischen Fühlen so nahestehender, allgemein verbreiteter und aus dem musikalischen Vorstellungsvermögen des Volkes spriessender Stil begrüsst wurde. G. Schilling bezeichnet Brixi als den individuellen Kontrapunktiker des achtzehnten Jahrhunderts. In diesem Sinne hat auch Smetanas Lehrer Josef Proksch, welcher Brixi den tschechischen Händel nannte, dessen Werk hoch in Ehren gehalten. Auch der Musikhistoriker A. W. Ambros beurteilte sein Werk sehr positiv und betrachtete Brixi als einen der Vorläufer Mozarts. Von den Instrumental- und Orchesterwerken Brixis sind nur verhältnismässig wenige erhalten geblieben. Es sind dies die Klaviersuite aus dem Jahre 1758, die programmatische Klavierkomposition 'La Bataille beym Dorfe Planian' von 1757, die Sinfonie von 1760, Präludien, Fugen, Toccaten und Partiten für Orgel, besonders aber 5 Cembalo und Orgelkonzerte mit Begleitung eines kleinen Orchesters in C-dur, F-dur, G-dur und 2 in D-dur. Das schönste und künstlerisch reifste von ihnen ist das Orgelkonzert in F-dur. Seine Abschrift wurde dem Strahover Chor von dem hervorragenden tschechischen Organisten Jan K. Kuchar (1751-1829) gewidmet, welcher von 1790 an als Regenschori des Strahover Chors wirkte. Das Titelblatt dieses Exemplars hat folgenden Wortlaut: Concerto in F / ab / Organo Principali /