Édouard Lalo
Lalo, E., Trio Nr. 2 h-moll (ohne op. -Zahl) für Klavier,
Violine und Violoncello
Édouard Lalo
Lalo, E., Trio Nr. 2 h-moll (ohne op. -Zahl) für Klavier,
Violine und Violoncello
- Besetzung Klaviertrio (Klavier, Violine und Cello)
- Komponist Édouard Lalo
- Ausgabe Noten
- Verlag Verlag Walter Wollenweber
- Bestell-Nr. KU-WW209
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Beschreibung:
Edouard Lalo wurde am 27.Januar 1823 in Lille als Sohn eines französischen Offiziers geboren. Ersten Musikunterricht im Geigen- und Cellospiel erhielt er am dortigen Konservatorium. Als ihn seine musikalischen Neigungen zu der künftigen Laufbahn eines Berufsmusikers drängten, diesen Lebensweg ihm der gestrenge Vater jedoch verbieten wollte, verliess er das Elternhaus und ging nach Paris, um sein Ziel ohne jede Unterstützung zu erreichen. Am Conservatoire wurde er Violinschüler von Franrois Habeneck; privaten Kompositionsunterricht nahm er bei Julius Schulhoff, einem Schüler Wenzel Tomascheks, und bei J.-E.Crevecoeur. Seinen Unterhalt verdiente er sich durch Unterrichten und als Geiger im Orchester. Seine an der deutschen Musikentwicklung orientierte Ausbildung gab wohl den Anstoss, alsbald Kammermusikwerke zu schreiben,- - das erste Klaviertrio entstand am 1847, das zweite um 1852, - eine im damaligen Frankreich ungewöhnliche Entscheidung für einen jungen Komponisten. Er wurde zunächst als Bratschist, später als zweiter Geiger Mitglied des von Jules Armingaud gegründeten Streichquartetts, einem Ensemble, das die Quartette der deutschen Klassiker, insbesondere aber die von Mendelssohn und Schumann in Frankreich bekannt machte. Zur Bereicherung des Repertoires schrieb Lalo sein Quartett Es-Dur (1859), das dem Armingaud-Quartett auch gewidmet ist. Zusammen mit Caesar Franck und Camille Saint-Saens hat Lalo wesentlich zu einem eigenständigen Stil der französischen Kammermusik beigetragen, der sich in der Folgezeit in den Werken vor allem Faurés und Debussys manifestierte. Für Lalo selbst allerdings blieb der Erfolg seiner Arbeit enttäuschend; nach wie vor konnte ein Komponist in Frankreich zu Ruhm und Ansehen nur durch den Erfolg einer Oper kommen. Gewisse Anerkennung fanden allerdings in den Siebziger Jahren seine Orchesterwerke: Sarasate spielte seine Symphonie espagnole und sein Violinkonzert. Erst 1888 kam endlich seine Oper Le Roi d'Ys auf die Bühne der Opéra comique, die einen überwältigenden Erfolg hatte. Seine Kreativität wurde aber bald von einem Herzleiden überschattet, dem er am 22.Apri1 1892 erlag. Lalos zweites, frühes Klaviertrio folgt in formaler Hinsicht noch den deutschen Vorbildern. Sein viersätziger Aufbau ist leicht überschaubar, jedoch bereits von der eigenen Handschrift geprägt, vor allem durch eine ungemein farbige Harmonik und oftmals durch eine äusserst markante Rhythmik mit starker dynamischer Differenzierung. So wird auch das zunächst nur von den Streichern unisono im pp vorgetragene Hauptthema des ersten Satzes im weiteren Verlauf mit leidenschaftlicher Energie gesteigert, die sich vor allem aus dem Harmonischen herleitet. Auch in dem schlichten zweiten Satz bereichern aparte, harmonische Wendungen seinen tonschönen Ablauf. Nach einem klassizistisch nachempfundenen Menuett besticht der letzte Satz nochmals durch die Leidenschaftlichkeit seines Hauptthemas, dessen Wirkung durch die Gegensätzlichkeit des Gesangsthemas noch verstärkt wird. Die Stimmen der Violine und des Violoncellos lassen den mit der Technik der Streichinstrumente wohlvertrauten Komponisten erkennen; ebenso wirkungsvoll ist der vollgriffige Klaviersatz gebaut, der dem Pianisten allerdings manchmal beachtliches Können abverlangt. Unsere Ausgabe folgt im wesentlichen dem Text des Frühdrucks bei J. Hamelle, Paris. Die dort verwendeten ^ wurden in einfache Staccatopunkte, die verwendeten n in einfache > umgeschrieben. Der Verlag