Hannes Pohlit
Nel Fiume Eterno
für Bassettklarinette und Streichquartet
Hannes Pohlit
Nel Fiume Eterno
für Bassettklarinette und Streichquartet
- Besetzung Bassklarinette, 2 Violinen, Viola und Cello
- Komponist Hannes Pohlit
-
Schwierigkeit
- Ausgabe Stimmensatz
- Verlag Friedrich Hofmeister Musikverlag
- Bestell-Nr. FH3598
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Beschreibung:
Nel Fiume eterno - im ewigen Fluss treibt die Zeit voran, manchmal in belebenden Strömungen, manchmal so langsam, dass sie gar nicht mehr vorhanden zu sein scheint. In dieser kleinen Symphonie für Klarinettenquintett über Leben, Tod und Wiedergeburt ist die traditionelle Mozart-Besetzung erweitert, indem das Hauptinstrument die Bassettklarinette ist: eine A-Klarinette mit Erweiterung des Tonumfangs bis zum klingenden großen A.
Der erste Satz widmet sich der Wasserfee Undine, einem fantastischen Natur-Wesen, das sich sowohl mit tierischen Flossen und Fangarmen als auch in menschlicher Gestalt zeigen kann, in der es zum verführerisch werbenden Gesang fähig ist. Undines Bewegungen werden vom Wasser-Element (vertreten durch das Streichquartett) aufgenommen und pflanzen sich als Strom weiter fort, bis sie den Raum vom Grund bis zum Wasserspiegel umfassen und zur Fontäne werden.
Der zweite Satz ("Der unsichtbare Strom") führt in die tiefe Versenkung des Traums, in dem der Fluss - im Schwebezustand zwischen Bewegung und Schwerelosigkeit - langsam und gestaltlos geworden ist. Motivische Gestalten verschwimmen zum rein vegetativen Auf- und Abschwellen und sammeln sich in einem einzigen Ton, aus dem eine flüchtige, schattenhafte Polyphonie entspringt. Die Vereinigung der Stimmen zu tremolierenden Akkorden führt zum "Erwachen", das die undeutlichen Motive zu einem Trauer- und Abschiedsgesang resümieren lässt.
Die poetische Kulisse des dritten Satzes ("Schmetterling") geht auf eine Szene aus einer traditionellen kantonesischen Oper zurück: Nach altem Glauben erscheint die Seele eines verstorbenen Menschen in der Nacht als Schmetterling. Getragen von der vibrierenden Luft eines sommernächtlichen Gartens flattert er - noch grau und fast unsichtbar - heran, beginnt vorsichtige Kreise zu ziehen und die Luft antwortet mit warmem Summen. Dieser Dialog wird lebhafter und fröhlicher und der Schmetterling - nun leuchtend farbig geworden - taucht ins Wasser ein, verwandelt sich dort zurück in eine Wasserfee und lässt den Strom aufsprudeln. Undines Gesang wird zum erlösenden Schluss-Hymnus, alles löst sich in elementare Wellen und Pulse auf und der ganze Spuk zerstäubt.
Der Solopart auch mit der normalen A Klarinette im Wechsel mit Bassetthorn gespielt werden. Dazu dienen die Ossia-Angaben in der Partitur sowie ein zusätzlicher Stimmenauszug.
Der erste Satz widmet sich der Wasserfee Undine, einem fantastischen Natur-Wesen, das sich sowohl mit tierischen Flossen und Fangarmen als auch in menschlicher Gestalt zeigen kann, in der es zum verführerisch werbenden Gesang fähig ist. Undines Bewegungen werden vom Wasser-Element (vertreten durch das Streichquartett) aufgenommen und pflanzen sich als Strom weiter fort, bis sie den Raum vom Grund bis zum Wasserspiegel umfassen und zur Fontäne werden.
Der zweite Satz ("Der unsichtbare Strom") führt in die tiefe Versenkung des Traums, in dem der Fluss - im Schwebezustand zwischen Bewegung und Schwerelosigkeit - langsam und gestaltlos geworden ist. Motivische Gestalten verschwimmen zum rein vegetativen Auf- und Abschwellen und sammeln sich in einem einzigen Ton, aus dem eine flüchtige, schattenhafte Polyphonie entspringt. Die Vereinigung der Stimmen zu tremolierenden Akkorden führt zum "Erwachen", das die undeutlichen Motive zu einem Trauer- und Abschiedsgesang resümieren lässt.
Die poetische Kulisse des dritten Satzes ("Schmetterling") geht auf eine Szene aus einer traditionellen kantonesischen Oper zurück: Nach altem Glauben erscheint die Seele eines verstorbenen Menschen in der Nacht als Schmetterling. Getragen von der vibrierenden Luft eines sommernächtlichen Gartens flattert er - noch grau und fast unsichtbar - heran, beginnt vorsichtige Kreise zu ziehen und die Luft antwortet mit warmem Summen. Dieser Dialog wird lebhafter und fröhlicher und der Schmetterling - nun leuchtend farbig geworden - taucht ins Wasser ein, verwandelt sich dort zurück in eine Wasserfee und lässt den Strom aufsprudeln. Undines Gesang wird zum erlösenden Schluss-Hymnus, alles löst sich in elementare Wellen und Pulse auf und der ganze Spuk zerstäubt.
Der Solopart auch mit der normalen A Klarinette im Wechsel mit Bassetthorn gespielt werden. Dazu dienen die Ossia-Angaben in der Partitur sowie ein zusätzlicher Stimmenauszug.