Périple
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Philippe Hurel
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Beschreibung:

  • Seiten: 247
  • Gewicht: 1000 g
  • Genre: Klassische Musik der Moderne
  • ISMN: 9790230995412
Von 2012 bis 2014 hatte ich das Glück, mit dem Schriftsteller Tanguy Viel an der Oper Les Pigeons d'argile zu arbeiten, die das Théâtre du Capitole bei mir in Auftrag gegeben hatte. Seitdem haben wir eine sehr starke intellektuelle, künstlerische und freundschaftliche Beziehung aufrechterhalten. So kamen wir auf die Idee, noch einmal zusammenzuarbeiten, allerdings an einem völlig anderen Projekt. Es handelt sich hierbei um sieben "musikalische Situationen" - wie Miniaturen oder Gemälde -, die jeweils mit einer großen Stadt verbunden sind, die Tanguy Viel geprägt hat. Die von ihm verfassten Texte, sieben Gedichte, beziehen sich auf das chinesische Satori, im Sinne des fast spirituellen Staunens, das diese Städte in ihm hervorgerufen haben. Tanguy ist gerade von einer langen Reise um die Welt zurückgekehrt, die er hauptsächlich mit einem Frachtschiff unternommen hat, und es sind die starken Eindrücke der Städte, denen er begegnet ist, die er hier mit uns teilen möchte. Die Musik wurde für ein Ensemble geschrieben, das aus dem Trio K/D/M - einem Akkordeonisten und zwei Schlagzeugern - und dem virtuosen Klarinettisten Alain Billard besteht, zu dem die Stimme von Elise Chauvin, einer Sopranistin, aber auch Schauspielerin, hinzukommt. Was die Behandlung der Stimme betrifft, so haben wir uns völlig von dem entfernt, was wir in der Oper daraus gemacht haben. Hier ist es eine Stimme, die den Text spricht, ohne zu sprechen oder wirklich zu singen, eine Zwischenstufe, die nichts mit dem Sprechgesang zu tun hat, sondern das Ergebnis einer Arbeit mit Elise Chauvin ist, die auf einer begrenzten Anzahl von Klängen und Spielweisen beruht, die wir in Abhängigkeit vom Text erarbeitet haben. Das Stück, das etwa 30 Minuten dauert, ist also sowohl eine Art Reisetagebuch als auch Ausdruck des "spirituellen Erwachens", das die von Tanguy Viel besuchten Orte ausgelöst haben könnten.Philippe HurelTanguy viel fügt hinzu: "Die Gedichte, aus denen Périple besteht, sind aus einem Gefühl entstanden, das sich manchmal ohne Vorwarnung im Herzen der Großstädte einstellt und die Form einer Verzückung annimmt: Da wird für einen Augenblick die Flut der Wahrnehmungen zu einer emotionalen Synthese zusammengefasst, die die Sensibilität unterwirft. Das Gedicht wäre dann die Aufzeichnung oder vielmehr die Spur davon. Von Hauptstadt zu Hauptstadt, von Shanghai nach London, ist es diese Erfahrung, die die Japaner "Satori" nennen, die diese Texte zu umschreiben und zu beschreiben versuchen. Mögen sie ihrerseits die Intensität des Erlebten, das sich in ihnen verbirgt, zum Vorschein bringen.Tanguy Viel