György Ligeti
Poème Symphonique
für 100 Metronome
György Ligeti
Poème Symphonique
für 100 Metronome
- Besetzung Ensemble
- Komponist György Ligeti
-
Schwierigkeit
- Ausgabe Partitur
- Verlag Schott Musik
- Bestell-Nr. ED8150
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Beschreibung:
Der Formgedanke des Stückes basiert auf dem Wechselspiel zwischen individuellen determinierten periodischen Rhythmen und einer zusammengesetzten, polyrhythmischen Gesamtstruktur. Zwar ist diese rhythmische Gesamtstruktur auf einer mittleren Ebene indeterminiert - das lokale Ergebnis der Addition der verschieden langen Einzelperioden ist zufällig -, doch ist sie auf einer höheren Ebene wiederum determiniert, nämlich auf der Ebene der zeitlichen Entfaltung der Gesamtform. Diese Gesamtform besteht aus drei Phasen: Gleichmäßigkeit - allmähliche Strukturiertheit - Gleichmäßigkeit, wobei die anfängliche Gleichmäßigkeit Resultat einer kollektiven Verwischung ist, die Gleichmäßigkeit des Schlusses sich aber aus der Periodizität des Tickens des einzig übriggebliebenen Metronoms ergibt. Die drei Phasen sind nicht voneinander abgegrenzt, sondern das rhythmische Geschehen geht von einer Phase allmählich und weich in die andere über. Dies ist scheinbar ein kontinuierlicher Vorgang, doch besteht er im einzelnen aus diskontinuierlichen Momenten, da die einzelnen Metronome plötzlich aussetzen. In der verdünnten Phase, wenn nur noch wenige Instrumente ticken, wird die Diskontinuität hörbar, am krassesten beim Verstummen des letzten Metronoms.
- György Ligeti
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