Quartett C-dur op. 20/2 Hob. III.35
für Flöte, Violine, Viola und Violoncello nach dem Streichquartett (Eichhorn)
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Joseph Haydn
Quartett C-dur op. 20/2 Hob. III.35
für Flöte, Violine, Viola und Violoncello nach dem Streichquartett (Eichhorn)

Joseph Haydn
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Beschreibung:

  • Tonart: C-Dur
  • Opus: 20/2
  • Genre: Klassik
Das vorliegende Quartett für Flöte und Streicher stellt eine Bearbeitung des Streichquartetts op. 20.2 (Hob. III.32) dar, das zur Gruppe der sechs Sonnenquartette aus dem Jahr 1774 gehört. Der Beiname dieser Streichquartettsammlung geht nicht auf Haydn zurück, sondern auf das Titelbild einer späteren Ausgabe, auf der eine Sonne abgebildet war. Bearbeitungen von Streichquartetten zu Flötenquartetten waren im frühen 19. Jahrhundert keine Seltenheit. Eine Ursache dafür liegt im zunehmenden Mangel an originaler Flötenquartettliteratur zu dieser Zeit. Das Flötenquartett als selbständige Gattung hatte seine grösste Bedeutung Mitte der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und kam dem Streichquartett an Beliebtheit gleich. Im Zusammenhang mit dem kompositorischen Wandel des Quartettideals vom konzertanten, von einer gleichsam solistisch behandelten Führungsstimme beherrschten Quartettsatz zum thematisch durchbrochenen Typus fand zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch die Ablösung des Quartetts mit Bläseroberstimme durch das Streichquartett statt, das das Flötenquartett allmählich verdrängte. Auf der anderen Seite erfreute sich die Flöte als Dilettanteninstrument in Liebhaberkreisen eines ungebrochenen Interesses, so dass dem großen Bedürfnis an Quartettliteratur für Flöte ein Mangel gegenüberstand, dem man durch entsprechende Bearbeitungen abzuhelfen versuchte. Der in dieser Neuausgabe vorgelegten Fassung des Streichquartetts op. 20.2 (Hob.III.32) für Flötenquartett liegt ein Druck des Verlages Andre, Offenbach, mit der Pl.-Nr. 1528 aus dem Jahre 1801 zugrunde. Herrn Prof. Dr. Hans-Peter Schmitz, der mir diesen Druck zur Verfügung stellte, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Die Revision des Textes, der im wesentlichen unangetastet blieb, wurde anhand der Urtextausgabe vorgenommen. Das Quartett op. 20.2 eignet sich insofern gut für eine Flötenbearbeitung, als nur an wenigen Stellen wirkliche Veränderungen der ersten Violinstimme vorgenommen werden müssen. Im Bemühen um flötengerechte Anpassung einerseits und möglichst geringe Veränderungen des Originals andererseits bedient sich an einigen Stellen der Bearbeiter des Kunstgriffs des Stimmentauschs, indem er, um beispielsweise eine typische Violinfigur der ersten Stimme zu erhalten, diese in die zweite Stimme legt, deren Part an dieser Stelle dann von der Flöte übernommen wird. Die sehr einfühlsam gestaltete Bearbeitung ist gut gelungen, so dass man ihr eine Verbreitung unter den heutigen Flötenliebhabern nur wünschen kann. Denn wo - ausser bei Reicha - findet sich in der originalen Flötenquartettliteratur schon eine Fuge? Andreas Eichhorn