Quintett Es-Dur op. 2
für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott
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Eduard von Lannoy
Quintett Es-Dur op. 2
für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott

Eduard von Lannoy
Quintett Es-Dur op. 2

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Beschreibung:

  • Tonart: Es-Dur
  • Opus: 2
Eduard Freiherr von Lannoy, einem alten belgischen Geschlecht entstammend, wurde 1787 in Brüssel geboren, kam als Neunjähriger mit seiner Familie nach Graz und verbrachte, mit Ausnahme einer fünfjährigen Unterbrechung während seiner Studienzeit, sein Leben in Österreich, wo er sein von seinem Vater erworbenes Landgut bei Marburg in der Steiermark (heute Maribor/Jugoslawien) bewohnte. Daneben machte er sich einen Namen als Dirigent in Wien, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde und, von 1830 bis 1835, Direktor des dortigen Konservatoriums. In Wien verstarb er 1853, als Komponist, Dichter und Musikschriftsteller angesehen, als bescheidener Mensch und selbstloser Förderer der Künste in der Erinnerung seiner Zeitgenossen verblieben. Er pflegte freundschaftlichen Verkehr mit Czerny, Liszt, Lachner, Berlioz, Donizetti und vielen anderen. Nach anfänglicher Ablehnung Beethovens setzte er sich vor allem nach 1820 eifrig für dessen Werke ein; die Programme der von ihm geleiteten äConcerts spirituels' in Wien enthielten stets auch ein Werk des Meisters. Es scheint, dass sich diese Verehrung auch in Lannoys 1812 komponiertem und um 1823/24 bei Andre in Offenbach publizierten äGrand / Quintetto / pour / Piano-Forte / Hautbois, Clarinette, Cor et Basson /.../ Oeuvre 2' widerspiegelt, das er seinem Kompositionsschüler Jean-Vesque von Püttlingen gewidmet hat. Beethovens Quintett op. 16 hat bei Lannoys Komposition unzweifelhaft Pate gestanden: das zeigen nicht nur Übereinstimmung in Besetzung und Tonart, sondern auch Analogien im formalen Aufbau, in thematischer Gestik und motivischer Verarbeitung. Der Beginn des zweiten Satzes sowie Figuren wie in den Takten 34ff. des Rondos sind den entsprechenden Stellen in Beethovens Quintett stark nachempfunden. Als Alternative zur originalen Bläserbesetzung gibt Lannoy übrigens, wie auch schon Beethoven, eine Quartettfassung für Klavier und Streichinstrumente an. Für die vorliegende Neuausgabe mussten die Einzelstimmen des Erstdrucks spartiert werden. Flüchtigkeitsfehler wurden stillschweigend berichtigt, im Original irrtümlich oder an falscher Stelle stehende (meist dynamische) Angaben in eckige Klammern gesetzt, Ergänzungen des Herausgebers durch (runde) Klammerung bzw. Strichelung kenntlich gemacht, Anmerkungen als Fussnoten hinzugefügt. Analoge Stellen wurden bis auf eine Ausnahme angeglichen: die unterschiedliche Phrasierung bei den Blasinstrumenten in den Takten 115/116 des 2. Satzes wurde beibehalten. An dieser Stelle sei nachdrücklich auf die 1960 in der Akademischen Druck- und Verlagsanstalt in Graz erschienene Schrift von Wolfgang Suppan hingewiesen, die über Leben und Werke von Heinrich Eduard Josef Lannoy Auskunft gibt. Der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, in deren Archiv sich ein Erstdruck des Quintetts befindet, und Ihrer Direktorin Frau Dr. Hedwig Mitringer sei hiermit für die Genehmigung zum Neudruck aufrichtig gedankt. Georg Meerwein