Josephine Stephenson
Rest(e)
für Mezzosopran, Cello und Klavier
Josephine Stephenson
Rest(e)
für Mezzosopran, Cello und Klavier
- Besetzung Gesang (mittel), Cello und Klavier
- Komponist Josephine Stephenson
- Ausgabe Klavierpartitur und Stimme(n)
- Verlag Alphonse Leduc
- Bestell-Nr. AL30958
Beschreibung:
Im Englischen sind diejenigen, die ruhen", die Toten: diejenigen, die von uns gegangen sind. Im Französischen hingegen sind diejenigen, die "restent" sind, die Überlebenden, die Zurückbleibenden, die Zurückgebliebenen. In ihrem Diptychon für Mezzosopran, Cello und Klavier, Rest(e), nutzt Josephine Stephenson diese komplementären Bedeutungen, um die Erfahrung der Trauer zu erkunden. Das Stück besteht aus zwei Teilen, die jeweils ein Sonett von Christina Rossetti (1830-1894) und ein kurzes Gedicht von Renée Vivien (1877-1909), einer britischen Dichterin, die in französischer Sprache schrieb, kombinieren. In den ersten beiden Gedichten, Rest und Épitaphe, wird die verstorbene Person von außen betrachtet ("Oh earth lie heavily upon her eyes"; "Doucement tu passas du sommeil à la mort"); in den beiden letzten, Lassitude und Remember, ist es die sterbende Person, die zu denjenigen spricht, die sie überleben werden ("Je dormirai ce soir d'un large et doux sommeil"; "Remember me when I am gone away"). Die Musik verbindet diese beiden Sätze rhythmisch, melodisch und harmonisch; so hat das erste Lied in jeder Hälfte einen beweglicheren Rhythmus, vor allem in der Gesangsstimme, sowie viele Tritonus- und Ganztonleiterfragmente, während die Musik der zweiten Lieder rhythmisch stabiler ist und mehr mit perfekten Quarten und Quinten arbeitet. Einige diskrete melodische Motive tauchen in der Partitur immer wieder auf, wie z. B. die klagende Halbtonschwingung bei den Worten "Au fond du Crépuscule / Où sombrent les couleurs" (Épitaphe), die in "Je dormirai ce soir" (Lassitude) wiederkehrt. Die Unmittelbarkeit des Todes inspiriert eine zarte, transparente Musik ohne Pathos und einen zuversichtlichen Ton. Und wenn der Klang in den letzten Takten verklingt, werden wir an die Bedeutung des Titels in der Musik erinnert, wo eine "Ruhe" die Stille ist". - Hélène Cao