Franz Vincenz Krommer
Variationen über 'O du lieber Augustin' op. 59
für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
Franz Vincenz Krommer
Variationen über 'O du lieber Augustin' op. 59
für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
- Besetzung Querflöte, Violine, Viola und Cello
- Komponist Franz Vincenz Krommer
- Ausgabe Noten
- Verlag Verlag Walter Wollenweber
- Bestell-Nr. KU-WW155
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Beschreibung:
Franz (Frantisek) Krommer wurde am 27. November 1759 in Kamenitz bei Trebitsch (Südwestmähren) geboren. Unter Anleitung seines Onkels, der als Kirchenkomponist bekannt war, eignete er sich vor allem die Grundlagen im Violin- und Orgelspiel an. Um 1785 ging er nach Wien, wo er sich, abgesehen von einer dreijährigen Tätigkeit als Regenschori des Domchors in Fünfkirchen und als Kapellmeister des Regiments Graf Karolyi, fast ausschliesslich der Tätigkeit als Komponist und Musikpädagoge widmete. Das Wiener Musikleben beeinflusste spürbar sein Schaffen; auch die persönliche Bekanntschaft mit Beethoven dürfte einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben. Nach dem Tode Kozeluhs (1818) wurde Krommer zum Hofkomponisten und Kapellmeister der Hofkammermusik ernannt. Hochgeehrt starb er am 8. Januar 1831 in Wien. Krommer war ein sehr fruchtbarer Komponist: Er schrieb mit leichter Hand, manchmal dabei zum Nachteil der Qualität und der Ursprünglichkeit. Doch hinterliess er auf dem Gebiete der Kammermusik auch Werke von beachtlichem Kunstwert. Den wichtigsten Bestandteil bilden seine mehr als 100 Streichquartette, die zusammen mit 30 Streichquintetten, 13 Trios, Bläsersextetten, Oktetten und Nonetten dank ihrer ansprechenden melodischen Beschaffenheit und leichten technischen Zugänglichkeit damals überaus beliebt waren. Krommer hatte mit seinen Kompositionen gleichbleibenden Erfolg, so dass er bald Erbe von Dittersdorfs Popularität wurde. Stilmässig und technisch knüpfte er an die ältere Tradition der Wiener Kammermusik, vor allem der Werke Haydns an, doch war er kein Epigone des Wiener Klassizismus, sondern war stets bemüht, das überlieferte Kompositionsprinzip weiterzuentwickeln. Dieses Bemühen äusserte sich vor allem in der kontrapunktischen Stimmführung, aber auch in einer frisch erfundenen Melodik von volkstümlichem Einschlag und typisch klassischem, weltzugewandten Charakter, wie er sich auch in den hier vorgelegten Variationen ' 0, mon cher Augustin ' offenbart. Den Erstdruck bei Victor Dufaut, Paris entdeckte ich unter der Signatur 71/18 in der Musikbibliothek des Stifts Einsiedeln (Schweiz), die bereitwillig eine Kopie zur Verfügung stellte und die erbetene Erlaubnis zur Veröffentlichung erteilte, wofür ihr an dieser Stelle nochmals gedankt sei. Walter Wollenweber