Zanetta ou Jouer avec le feu
Suite Nr. 1 aus der Opéra comique für Flöte und Streichtrio
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Daniel François Esprit Auber
Zanetta ou Jouer avec le feu
Suite Nr. 1 aus der Opéra comique für Flöte und Streichtrio
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Zanetta ou Jouer avec le feu

Suite Nr. 1 aus der Opéra comique für Flöte und Streichtrio

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Beschreibung:

  • Sprache: Deutsch Englisch
  • Seiten: 84
  • Erschienen: 19.08.2026
  • Dauer: 22:00
  • Maße: 231 x 303 mm
  • Gewicht: 330 g
  • Rubrik: Medleys
  • Genre: Klassik, Klassische Musik (Romantik), Oper
  • ISMN: 9790001219341
  • EAN: 842819125037
Als Richard Wagner im September 1839 nach Paris kam, hatte er große Pläne: Paris sollte ihm zum internationalen Durchbruch als Opernkomponist verhelfen. Im Gepäck hatte er seine komische Oper Das Liebesverbot oder: Die Novize von Palermo und die allerdings noch unfertige Partitur seiner tragischen Oper Rienzi, der Letzte der Tribunen. Er hoffte darauf, sie an einem der Pariser Opernhäuser anzubringen oder – noch besser – mit der Komposition einer neuen Oper beauftragt zu werden. Doch die Hoffnungen erwiesen sich nur allzubald als Illusionen. Auch die Unterstützung von Giacomo Meyerbeer, der über großen Einfluss im Pariser Musikleben verfügte, reichte nicht aus. Wagner sah sich daher gezwungen, seinen Lebensunterhalt auf andere Weise zu verdienen. Er schrieb Texte für Zeitungen wie die Revue et Gazette musicale de Paris, darunter die später zu Berühmtheit gelangte Erzählung Eine Pilgerfahrt zu Beethoven, und er fertigte – was er sich vermutlich nicht einmal im Traum vorgestellt hatte – Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten an. Das alles geschah nicht freiwillig, sondern aus purer Geldnot, und Wagner hat offensichtlich darunter gelitten, diese "Lohnarbeiten", wie er sie später verächtlich nannte, ausführen zu müssen. Wagner bearbeitete die Opern La Favorite von Gaerano Donizetti, Le Guitarrero und La Reine de Chypre von Fromenthal Halévy sowie Zanetta ou Jouer avec le feu von Daniel François Esprit Auber, dazu die original zweihändige Grande fantaisie sur la Romanesca op. 111 von Henri Herz für Klavier zu vier Händen. All diese Arrangements finden sich, so weit überliefert, in kritischer Edition innerhalb der Wagner-Gesamtausgabe: Richard Wagner, Sämtliche Werke, Bd. 20, II A-C. Die Opernbearbeitungen bestanden, wie seinerzeit üblich, aus Klavierauszügen für zwei und vier Hände und solche ohne Text, aus Einzelstücken, Morceaux détachés genannt, sowie Fassungen für Quartett (Streichquartett oder Flöte und Streichtrio), für zwei Violinen und für Cornet à pistons. Manches davon, wie die zuletzt genannten, sind nicht überliefert. Es steht auch nicht definitiv fest, wie viele Bearbeitungen Wagner tatsächlich angefertigt hat. Sie erschienen im Druck teilweise ohne Nennung des Namens des Bearbeiters, und außerdem arbeitete im damaligen Paris neben Richard Wagner noch ein gewisser Paul Wagner, so dass der Name Wagner auf dem Titelblatt allein nicht ausreicht, um eine Bearbeitung Richard Wagner zuzuordnen. Die hier vorgelegten Arrangements – Notentext nach der Gesamtausgabe – stammen aber mit Sicherheit aus der Feder Richard Wagners, wie entsprechende Dokumente belegen. So sehr Wagner diese "Lohnarbeiten" als Erniedrigung und Schmach empfunden hat – und seine autobiographischen Schriften lassen daran keinen Zweifel –, so gewiss ist, dass die für die Tätigkeit als Bearbeiter notwendige Beschäftigung mit den Partituren der zu arrangierenden Werke nichts anderes war als eine Lernphase auf dem Weg zum eigenständigen Komponieren. Es ist denn auch kein Zufall, dass Wagner in den Jahren seines ersten Parisaufenthalts 1839–1842 seinem eigenen Stil um einen wesentlichen Schritt näher gekommen ist. Daniel François Esprit Aubers Opéra comique Zanetta ou Jouer avec le feu erlebte ihre Uraufführung am 18. Mai 1840 in der Pariser Opéra-comique. Die hier vorgelegten Arrangements WWV 62F entstanden im Juli 1842 in Teplitz und Dresden. Wagner hatte während seiner Zeit in Paris einen Vorschuss darauf bekommen, den er erst nach seiner Rückkehr nach Deutschland einlöste. Die Arrangements erschienen 1843 im Verlag Eugène Troupenas & Cie., Paris. - Egon Voss