3 Poèmes de Supervielle
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Guy Sacre
3 Poèmes de Supervielle
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Guy Sacre
3 Poèmes de Supervielle

  • Besetzung Gesang (mittel) und Klavier
  • Komponist Guy Sacre
  • Ausgabe Noten
  • Verlag Symétrie
  • Bestell-Nr. 9790231807912
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Beschreibung:

  • Seiten: 11
  • Erschienen: 10.07.2023
  • Dauer: 6:00
  • Maße: 210 x 297 mm
  • Gewicht: 55 g
  • Genre: Klassik, Klassische Musik der Moderne
  • Begleitung: Klavier
  • ISMN: 9790231807912
Für jeden von uns kann Supervielle mühelos "seine süße Muttersprache" sprechen. Das ist nicht unbedingt das Kriterium einer "hochtrabenden" Poesie, und Mallarmé würde uns genau das Gegenteil sagen. Aber es ist die einer alltäglichen Poesie, die friedlich und beruhigend ist, die in allen Phasen unseres Lebens präsent ist und ihnen treu bleibt, die unsere Ängste und Sorgen zu zähmen und unsere Freuden zu intensivieren vermag und die in ihren besten Momenten das Geheimnis einer Fantasie nach menschlichem Maß offenbart. Davon zeugen seine erneuerten Bestiarien, seine naive Kosmologie, seine gefühlvolle Botanik und sein Humor ohne Bosheit und Hintergedanken. Man kann Supervielle durchaus mit dem schönen Satz in Verbindung bringen, mit dem Borges Verlaine beschrieb: 'unschuldig wie Vögel'.
Für einen Musiker ist Supervielle ebenso wie Verlaine ein unerschöpflicher Schatz. In diesen Gedichten, die so fließend und wandelbar sind, singt alles, oder fast alles, spontan und verschwenderisch. Verlaines Kunst des Verses ist zugegebenermaßen beachtlicher (ich spreche von Verlaines erster Periode, die mit Sagesse endet), sicherer und auch verschlagener, geschickt im Spiel mit allen Tücken des Metrums und des Rhythmus. Es gibt nicht den Schatten eines Verfahrens bei Supervielle, für den "schreiben" vor allem nicht "komponieren" bedeutet. Beim "Komponieren" ist die Vorsilbe schuld, denn sie suggeriert das Zusammensetzen, das Kombinieren, den Rückgriff auf verschiedene Werkzeuge, deren Gebrauch wir von Banville lernen. Bei Supervielle hört man häufiger den Kinderreim als das Gedicht: das ist es wohl, was meine Aufmerksamkeit in diesen Texten gefesselt hat - neben den Themen des Alters, einer für den Schmerz unempfindlichen Zeit und der für immer verlorenen Kindheit.
Guy Sacre
(Übersetzung: John Tyler Tuttle)