3 Poésies de Georges Schehadé
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Lieferzeit 1-2 Wochen
Guy Sacre
3 Poésies de Georges Schehadé
PDF ansehen

Guy Sacre
3 Poésies de Georges Schehadé

  • Besetzung Gesang (mittel) und Klavier
  • Komponist Guy Sacre
  • Ausgabe Noten
  • Verlag Symétrie
  • Bestell-Nr. 9790231800241
Lieferzeit 1-2 Wochen
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Voraussichtliche Lieferung zwischen 27.02.2026 und 06.03.2026.
  • Kreditkarte
  • Rechnung Rechnung
  • PayPal
  • Sepa

Nicht in allen Ländern verfügbar. Mehr erfahren

Beschreibung:

  • Seiten: 12
  • Erschienen: 01.01.2015
  • Dauer: 6:00
  • Maße: 210 x 297 mm
  • Gewicht: 60 g
  • Genre: Klassik, Klassische Musik der Moderne
  • Begleitung: Klavier
  • ISMN: 9790231800241
Meine Vorliebe für Schehadé geht auf die Zeit zurück, als ich noch sehr jung war. Eine meiner Tanten war die Sekretärin des Dichters, und an den langen Nachmittagen, an denen sie die Chansonnettes aus seinem Stück Les Violettes abtippte, lasen wir sie gemeinsam laut vor, sie mit Hingabe, ich plapperte mit, so gut ich konnte. Manchmal, so erinnere ich mich, rezitierten wir das Verzeichnis der ersten Zeilen seiner Poésies und fanden das daraus resultierende Gedicht den anderen vollkommen ebenbürtig, vielleicht sogar noch unentgeltlicher, naiver, unschuldig wie ein Orakel und für immer undurchdringlich.
Ich will damit nicht sagen, dass diese wenigen Texte - sie bilden nur einen schmalen Band - belanglos oder unbedeutend sind. Aber sie sind eindeutig orakelhaft; unter dem Anschein von Skurrilität, Unvorhersehbarkeit, manchmal Unergründlichkeit, strahlen sie eine entwaffnende Wahrheit, eine kindliche Einfachheit aus. Das Kind und die Kindheit sind im Übrigen das wesentliche Thema dieser Stücke; ich habe die Familienähnlichkeit der von mir ausgewählten "poésies" (Schehadé zog das altmodische, vielleicht etwas provinzielle Wort "poésies" den "poèmes" vor), die alle das gleiche Thema haben, kaum betont.
D'abord derrière les roses il n'y a pas de singes: il y a un enfant-'Erstens, hinter den Rosen gibt es keine Affen: es gibt ein Kind': mit diesen Worten beginnt Schehadés Sammlung und sie kamen mir sofort in den Sinn, als ich einige von ihnen vertonen wollte. Für mich hätten sie wahrscheinlich nicht dieselbe Wirkung gehabt, wenn die nächsten Worte nicht wären: qui a les yeux tourmentés ('mit gequälten Augen'). Die Qual ist nicht unvereinbar mit dem Glück, und das erste dieser beiden Stücke will nichts anderes ausdrücken als die Gewissheit glücklicher Tage, die leider für immer vorbei sind. Wenn der zweite Satz ernster, fast düster ist, dann deshalb, weil er Bilder des Exils mit denen einer glücklichen Kindheit verbindet, und zehn Jahre später - eine Ewigkeit!
Abschließend möchte ich vorsichtshalber noch einmal mit Nachdruck wiederholen, was ich über meine Éventails nach Claudel gesagt habe: dass es wichtig ist, die Integrität dieser Zyklen zu respektieren und daher zu vermeiden, Stücke aus beiden zusammenzuführen, da sie aus verschiedenen Epochen stammen und von unterschiedlicher Natur sind.

(Übersetzung Mary Pardoe)