Claus Kühnl
5 Gesänge nach lyrischen Fragmenten der Sappho nebst einem Alterslied
für Mezzo-Sopran und Klavier
Claus Kühnl
5 Gesänge nach lyrischen Fragmenten der Sappho nebst einem Alterslied
für Mezzo-Sopran und Klavier
- Besetzung Gesang (mittel) und Klavier
- Ausgabe Klavierpartitur
-
Schwierigkeit
- Komponist Claus Kühnl
- Verlag Friedrich Hofmeister Musikverlag
- Bestell-Nr. FH3163
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Beschreibung:
Für die Gesänge zwei bis fünf hat sich der Komponist erlaubt, verschiedene sapphische Fragmente nebeneinander zu stellen: durch die dazwischen gesetzten musikalischen Kommentare und die jeweilige Form der Gesänge entstehen neue Assoziationen, die sich von den Intentionen der Sappho notwendigerweise entfernen. Dies geschah rein zum Vergnügen des Komponisten. In der Partitur wurden die Fragmente durch Doppelstriche voneinander getrennt. Die Doppelstriche haben jedoch keinerlei musikalische Bedeutung. Den Textfragmenten wurden Zahlen in Klammern beigefügt. Diese verweisen auf die Anordnung von Eva-Maria Voigt: Sappho et Alcaeus. Fragmenta, Amsterdam 1971. Die deutsche Texteinrichtung hat der Komponist nach dem Vergleich der Übersetzungen von E. Staiger, M. Treu und A. Bagordo selbst vorgenommen.
Der erste Gesang beruht auf Fragment 168B (Voigt) in der Übersetzung von Wilhelm Killmayer, welche von Killmayer freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.
Für das Schlusslied konnte auf das erst 2004 veröffentlichte Kölner Papyrusfragment zurückgegriffen werden, welches von Andreas Bagordo herausgegeben und übersetzt wurde: Sappho. Gedichte, Düsseldorf 2009. Fragment 58 (Voigt) konnte durch diesen Papyrusfund fast vollständig rekonstruiert werden. Der Komponist verwendete aber nur einen kompletten Abschnitt aus dem ersten Teil in wiederum eigener deutscher Textfassung. Der musikalischen Komposition wurde der antike mixolydische Modus zugrunde gelegt, der laut F. Bellermann (Die Tonleitern und Musiknoten der Grie-chen, 1847, Seite 12) von Sappho bevorzugt verwendet wurde. Durch diese Disziplin sowie durch das Benutzen typischer Elemente altgriechischer Metrik wurde vom Komponisten eine antikisierende Stilisierung beabsichtigt: Ferne und Berührung in Einem!
Der erste Gesang beruht auf Fragment 168B (Voigt) in der Übersetzung von Wilhelm Killmayer, welche von Killmayer freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.
Für das Schlusslied konnte auf das erst 2004 veröffentlichte Kölner Papyrusfragment zurückgegriffen werden, welches von Andreas Bagordo herausgegeben und übersetzt wurde: Sappho. Gedichte, Düsseldorf 2009. Fragment 58 (Voigt) konnte durch diesen Papyrusfund fast vollständig rekonstruiert werden. Der Komponist verwendete aber nur einen kompletten Abschnitt aus dem ersten Teil in wiederum eigener deutscher Textfassung. Der musikalischen Komposition wurde der antike mixolydische Modus zugrunde gelegt, der laut F. Bellermann (Die Tonleitern und Musiknoten der Grie-chen, 1847, Seite 12) von Sappho bevorzugt verwendet wurde. Durch diese Disziplin sowie durch das Benutzen typischer Elemente altgriechischer Metrik wurde vom Komponisten eine antikisierende Stilisierung beabsichtigt: Ferne und Berührung in Einem!
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