Timothy Raymond
Chaos in fourteen lines
Timothy Raymond
Chaos in fourteen lines
- Besetzung Gesang (hoch) und Klavier
- Komponist Timothy Raymond
- Ausgabe Klavierpartitur
- Verlag Edition HH Limited
- Bestell-Nr. MDS-HH602
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Beschreibung:
Der zweiteilige Zyklus von sieben Liedern stellt eine Art musikalisches Porträt einer von Robert Frost sehr bewunderten amerikanischen Dichterin dar, deren Ruf als Meisterin der Lyrik und insbesondere des Sonetts durch ihr abenteuerliches, ja berüchtigtes Privatleben ausgeglichen wurde. Ein "Counting-out-Reim" (das Genre des Kinderliedes "Eine Kartoffel, zwei Kartoffeln..." Spiel) eröffnet die Sequenz und taucht fragmentarisch als eine Art mussorgskysches Bindeglied (wie die Promenade in Bildern) sowohl zwischen als auch innerhalb einiger Lieder auf. Teilweise könnte der Reim, wie in einigen Zählspielen, als Metapher für etwas Quasi-Fatalistisches verstanden werden. Teil I befasst sich mit Themen wie Liebe, dem Bedauern über ihren Verlust und manchmal auch mit der Sinnlosigkeit. Der zweite Teil, der mit dem leichtesten Lied des Werkes beginnt, verdunkelt sich schnell zu einer alptraumhaften Stimmung und endet mit dem Sonett – vierzehn Zeilen –, das, paraphrasiert, dem Werk seinen Titel gibt. Der prägnante Ausdruck der philosophischen und technischen Dilemmata der Dichterin, die darum ringt, die gewalttätige und dämonische Tyrannei der existenziellen Unordnung in die Ordnung des Gedichts zu bringen, erinnert an den uralten Konflikt zwischen Dionysos und Apollo: dem Archetypus, der so vielen künstlerischen Bemühungen zugrunde liegt. Chaos in vierzehn Zeilen wurde von der kanadischen Pianistin Margaret Bruce in Auftrag gegeben.