Die Schöne Müllerin - These Fevered Days
Instrumentierung des Schubert‘schen Liederzyklus mit 7 neuen Liedern nach Emily Dickinson
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Johannes Maria Staud
Die Schöne Müllerin - These Fevered Days
Instrumentierung des Schubert‘schen Liederzyklus mit 7 neuen Liedern nach Emily Dickinson
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Instrumentierung des Schubert‘schen Liederzyklus mit 7 neuen Liedern nach Emily Dickinson

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Beschreibung:

  • Sprache: Deutsch Englisch
  • Seiten: 116
  • Erschienen: 01.01.2025
  • Dauer: 80:00
  • Maße: 230 x 305 mm
  • Genre: Klassik, Klassische Musik der Moderne
  • Begleitung: Ensemble
  • ISMN: 9790004189924
Auf Anregung des großartigen Schubert-Interpreten Christoph Prégardien habe ich Schuberts großen Liederzyklus "Die Schöne Müllerin" (1823) für 19-köpfiges Ensemble instrumentiert und diesen mit sieben eigenen Liedern, für die ich Gedichte von Emily Dickinson (1830-1886) verwende, kombiniert. Beide Stränge sind miteinander verzahnt und bringen natürlich auch eine Neudeutung dieses ewig aktuellen Stoffes mit sich.

Natürlich könnte einem da gleich Hans Zenders "komponierte Interpretation" der "Winterreise" aus dem Jahr 1993 als Bezugspunkt in den Sinn kommen. Bei aller Bewunderung für diese Arbeit ist meine Herangehensweise jedoch eine gänzlich andere.

Durch meine Instrumentierung der 20 Schubert-Lieder des Zyklus ziehe ich – ganz nah am Originaltext – die vibrierende Melodik und Erfindungsgabe Schuberts in die Gegenwart. Eine falsch verstandene Historizität würde da wenig Sinn machen. Meine eigenen Lieder, natürlich in einer gänzlich anderen Klangsprache komponiert, wirken dabei als bewusster Kontrapunkt, als Kommentar aus dem Hier und Heute und amalgamieren mit Fortgang des Werkes auf übergeordneter Ebene mit Schuberts Zyklus.

Im Spätwerk von Emily Dickinson (übrigens nur wenige Jahrzehnte nach Wilhelm Müller auf der anderen Seite des Atlantiks in Neuengland geschrieben) habe ich großartige, lakonische Gedichte gefunden, die wunderbar zur Welt der Schönen Müllerin passen – diese ergänzen, erweitern, ihr widersprechen, ironisch ihr romantisiertes Naturbild in Frage stellen – und dabei eine radikal weibliche Sicht einnehmen.

Aus dem Blickwinkel der Müllerin, die ja bei Schubert/Müller nur Projektionsfläche für männliches Begehren bleibt, werfe ich so einen neuen Blick auf das durch die Natur gespiegelte Narrativ der Schubert-Lieder: Wandern – Fremdheit – Begehren – unerwiderte Liebe – Selbstmord.

(Johannes Maria Staud, 2024)