Kantaten für Solostimme und Basso continuo
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Georg Friedrich Händel
Kantaten für Solostimme und Basso continuo

Georg Friedrich Händel
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Beschreibung:

  • Sprache: Italienisch
  • Seiten: 230
  • Erschienen: 27.05.2025
  • Maße: 330 x 260 mm
  • Gewicht: 1322 g
  • Rubrik: Sammlungen
  • Genre: Klassik, Klassische Musik (Barock), Kantate
  • ISMN: 9790006578580
Händels Kantaten für Solostimme und Basso continuo sind ein Schatz, der darauf wartet, entdeckt zu werden. Es handelt sich um mehr als 80 Kompositionen und zudem um die wahrscheinlich am wenigsten bekannte Werkgruppe Händels. Ihre Vernachlässigung überrascht angesichts der außerordentlichen technischen Fertigkeiten und des Einfallsreichtums, mit denen sich hier ein Komponist im Alter von erst etwa 20 Jahren präsentiert, als er mit dem Schreiben von Kantaten begann. Nicht nur die musikalische Qualität der Werke, sondern auch ihre Vielfalt sind umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass Händels häufigster Ausgangspunkt ein Gedicht war, das die – meist unerwiderte – Liebe zwischen Nymphen und Hirten zum Thema hatte.

Ab Dezember 1706 hielt sich Händel hauptsächlich in Rom auf, und sein wichtigster Förderer war der Marquis Francesco Maria Ruspoli (1672–1731; ab 1709 Prinz von Cerveteri). Ruspoli war Mitglied der "Accademia degli Arcadi" (oder "Accademia dell’Arcadia"), einer Gesellschaft, die einen wichtigen Rahmen für die Komposition weltlicher Kantaten bildete. Diese 1690 in Rom gegründete Gesellschaft förderte die Reform der italienischen Poesie und ließ sich von der Schäferromanze "Arcadia" von Jacopo Sannazaro sowie von den Eklogen des Vergil und den Idyllen des Theokrit inspirieren. Die Mitglieder der Akademie nahmen pastorale Namen an; Ruspolis Name war Olinto, eine der Figuren in Händels entsprechender Kantate "Olinto pastore, Tebro fiume, Gloria" (HWV 143), für die Ruspoli die Dichtung geliefert haben könnte. Im Herbst 1705 ließ sich Ruspoli im Palazzo Bonelli nieder. Ab 1707 wurden Händels Kantaten dort bei den wöchentlichen "conversazioni" von Ruspoli am Sonntagabend aufgeführt.

Die große Menge überlieferter Manuskripte mit Abschriften von Händels Kantaten zeigt deutlich, dass diese im 18. Jahrhundert äußerst beliebt waren, und ihre Zahl wurde durch die Praxis der Transposition noch erhöht: Sänger oder Sängerinnen, die feststellten, dass die Tessitur einer Kantate außerhalb ihres Tonumfangs lag, konnten den Komponisten oder (häufiger) einen Kopisten bitten, eine Fassung mit einer angenehmeren Tessitur zu erstellen. Wenn der Komponist selbst für eine solche Transposition verantwortlich war, produzierte er eine Fassung, die von kreativem Umdenken zeugte; war ein Kopist verantwortlich, war die Transposition in der Regel substanziell deckungsgleich, und bei Abweichungen vom Original handelte es sich wahrscheinlich um Flüchtigkeitsfehler. Die meisten Kantaten Händels bestehen aus zwei Arien, denen jeweils ein Rezitativ vorausgeht, was eine Gesamtstruktur von Rezitativ – Arie – Rezitativ – Arie ergibt. In einigen wenigen Kantaten (z. B. HWV 104) wird die Zahl der Arien auf drei erweitert. Die Lage, für die Händel die meisten seiner Kantaten komponierte, war Sopran; daneben gibt es etwa sechzehn Kantaten für Alt und zwei für Bass.