Johann Christoph Pepusch
Menaloas
Kantate für Sopran, Altblockflöte und Bc
Johann Christoph Pepusch
Menaloas
Kantate für Sopran, Altblockflöte und Bc
- Besetzung Sopran, Altblockflöte und Basso continuo
- Komponist Johann Christoph Pepusch
- Herausgeber Franz Müller-Busch
- Ausgabe Partitur und Stimmen
- Verlag Girolamo Musikverlag
- Bestell-Nr. GIRO11-003
inkl. MwSt.,
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Beschreibung:
Kantate für Sopran, Altblockflöte und Basso continuo
Herausgegeben von Franz Müller-Busch
Generalbassaussetzung von Eckhart Kuper
Vorliegende Ausgabe basiert auf dem etwa 1720 bei Walsh in London erschienenen Druck mit dem Titel
Six / English Cantatas / ... / Compos'd by / J.C.Pepusch / Book ye Second
Von den sechs Kantaten dieses Bandes sind vier für die Besetzung Sopran, Altblockflöte und B.c. bestimmt. Die Verwendung der Altblockflöte dürfte einerseits ihre Ursache haben in der generellen Beliebtheit dieses Instrumentes in England zur damaligen Zeit, andererseits aber auch in der Tatsache, dass James Duke of Chandos, dem dieser Band gewidmet ist, selbst Blockflöte spielte. Der Kantate Menaloas liegt der Text eines gewissen Mr. Gee (G.?) zugrunde.
Eindeutige Schreibfehler der Vorlage wurden stillschweigend korrigiert und die Akzidentiensetzung den heutigen Gepflogenheiten angepaßt. Die originale Bezifferung wurde ebenso wie die Balkung der Achtel- und Sechzehntelnoten beibehalten. Die wenigen Zusätze des Herausgebers sind kenntlich gemacht. Die Rezitative sind rhythmisch frei vorzutragen.
Johann Christoph Pepusch wurde 1667 in Berlin geboren und starb 1752 in London. Eine erste Ausbildung erhielt er in Deutschland und eine Anstellung am preussischen Hofe schon mit 14 Jahren. Dort mußte er später die Exekution eines Offiziers ohne Gerichtsverhandlung miterleben, einen willkürlichen Akt, aufgrund dessen sich der etwa 30jährige auf die Suche nach einem Land machte, dessen Staatswesen auf besseren Prinzipien gegründet war. 1704 erreichte er seine künftige Heimat England, wo er zuerst als Bratschist, schon bald jedoch als Komponist, Musikdirektor, Theorielehrer und Organist bekannt wurde. 1713 erhielt er in Oxford den Titel des Doctor of Music. Schon im Jahre 1710 gründete er in London die Academy of Ancient Music, die sich der Aufführung und Erforschung der Musik vergangener Zeiten bis hin zur griechisch-römischen Antike widmete. Berühmt wurde Pepusch durch seine Beteiligung an einigen Stücken der Beggars Opera. Seine produktivste Zeit waren die Jahre von 1710 bis 1730, aus denen uns eine relativ große Zahl an Kompositionen vor allem in gedruckter Form erhalten geblieben ist. Die letzten 20 Jahre seines Lebens widmete er sich verstärkt den Forschungen auf dem Gebiet der Alten Musik und dem Sammeln alter Bücher und Musikhandschriften.
Calw, im November 1993/95, Franz Müller-Busch
Herausgegeben von Franz Müller-Busch
Generalbassaussetzung von Eckhart Kuper
Vorliegende Ausgabe basiert auf dem etwa 1720 bei Walsh in London erschienenen Druck mit dem Titel
Von den sechs Kantaten dieses Bandes sind vier für die Besetzung Sopran, Altblockflöte und B.c. bestimmt. Die Verwendung der Altblockflöte dürfte einerseits ihre Ursache haben in der generellen Beliebtheit dieses Instrumentes in England zur damaligen Zeit, andererseits aber auch in der Tatsache, dass James Duke of Chandos, dem dieser Band gewidmet ist, selbst Blockflöte spielte. Der Kantate Menaloas liegt der Text eines gewissen Mr. Gee (G.?) zugrunde.
Eindeutige Schreibfehler der Vorlage wurden stillschweigend korrigiert und die Akzidentiensetzung den heutigen Gepflogenheiten angepaßt. Die originale Bezifferung wurde ebenso wie die Balkung der Achtel- und Sechzehntelnoten beibehalten. Die wenigen Zusätze des Herausgebers sind kenntlich gemacht. Die Rezitative sind rhythmisch frei vorzutragen.
Johann Christoph Pepusch wurde 1667 in Berlin geboren und starb 1752 in London. Eine erste Ausbildung erhielt er in Deutschland und eine Anstellung am preussischen Hofe schon mit 14 Jahren. Dort mußte er später die Exekution eines Offiziers ohne Gerichtsverhandlung miterleben, einen willkürlichen Akt, aufgrund dessen sich der etwa 30jährige auf die Suche nach einem Land machte, dessen Staatswesen auf besseren Prinzipien gegründet war. 1704 erreichte er seine künftige Heimat England, wo er zuerst als Bratschist, schon bald jedoch als Komponist, Musikdirektor, Theorielehrer und Organist bekannt wurde. 1713 erhielt er in Oxford den Titel des Doctor of Music. Schon im Jahre 1710 gründete er in London die Academy of Ancient Music, die sich der Aufführung und Erforschung der Musik vergangener Zeiten bis hin zur griechisch-römischen Antike widmete. Berühmt wurde Pepusch durch seine Beteiligung an einigen Stücken der Beggars Opera. Seine produktivste Zeit waren die Jahre von 1710 bis 1730, aus denen uns eine relativ große Zahl an Kompositionen vor allem in gedruckter Form erhalten geblieben ist. Die letzten 20 Jahre seines Lebens widmete er sich verstärkt den Forschungen auf dem Gebiet der Alten Musik und dem Sammeln alter Bücher und Musikhandschriften.
Calw, im November 1993/95, Franz Müller-Busch