Camille Saint-Saëns
Ode
sur un poème de Jean-Baptiste Rousseau, réduction pour voix et piano
Camille Saint-Saëns
Ode
sur un poème de Jean-Baptiste Rousseau, réduction pour voix et piano
- Besetzung Gesang und Orchester
- Komponist Camille Saint-Saëns
- Bearbeiter Vincent Boyer Cyril Bongers
- Texter Jean-Baptiste Rousseau
- Ausgabe Klavierauszug und Stimme(n)
- Verlag Symétrie
- Bestell-Nr. 9790231804690
Beschreibung:
Die Ode ist kein isoliertes Werk im Schaffen von Camille Saint-Saens, sondern gehört zu einer kleinen Reihe von Werken, die er zu Beginn seiner Karriere im Zusammenhang mit dem Wettbewerb um den Prix de Rome schrieb. Dieser Preis wurde 1803 ins Leben gerufen und nach den Ereignissen vom Mai 1968 abgeschafft. Er war mehr als anderthalb Jahrhunderte lang die begehrteste französische Auszeichnung für Musikkomposition gewesen. Der vom Institut de France organisierte Preis sicherte den Preisträgern, wenn schon nicht die Garantie für eine leichte Karriere, so doch zumindest einen wichtigen Zugang zur Welt der Kunst und einen mehrjährigen Aufenthalt in Italien in der renommierten Villa Medici. Tatsächlich konnten nur wenige der Verlockung dieses Preises widerstehen, der die Krönung eines langjährigen Studiums sein könnte. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Komponist des Danse macabre an dem Wettbewerb teilnahm. Er gewann jedoch nie den berühmten Ersten Grand Prix, obwohl er einer der berühmtesten Vertreter der akademischen Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts werden sollte. Jahrhunderts werden sollte. Seine Unerfahrenheit könnte der Grund für sein erstes Scheitern 1852 sein, aber das zweite und letzte Scheitern, 12 Jahre später, ist überraschender: Der Musiker hatte fast die Altersgrenze erreicht und war kein Neuling mehr. Seine Position als Organist der Madeleine-Kirche brachte ihm einen gewissen Ruhm ein. Vielleicht hat diese etablierte künstlerische Position dazu geführt, dass er eliminiert wurde. Wenn auch nichts dafür spricht, so bleibt doch die Tatsache, dass seine Werke zu dieser Zeit eine große Meisterschaft aufweisen. Wie diese Ode mit Orchesterbegleitung, die er für die erste Runde des Wettbewerbs zwischen dem 28. Mai und dem 3. Juni 1864 schrieb. Obwohl er unter den sechs zur Endrunde zugelassenen Kandidaten - einer Kantate für drei Solisten über die Geschichte von Ivanhoé - den ersten Platz belegte, scheiterte er an einem gewissen Victor Sieg, einem Mitkomponisten, den ein viel bescheideneres Schicksal ereilte.
Abgesehen von diesen möglicherweise anekdotischen Umständen ist die Ode insofern besonders, als sie die wichtigsten ästhetischen Anliegen des jungen Saint-Saëns offenbart. Da er seit langem mit dem religiösen Repertoire vertraut war, ließ er sich von Jean-Jacques Rousseaus Gedicht, das sicherlich etwas altmodisch war, aber Möglichkeiten für eine schöne Chorkomposition bot, nicht abschrecken. Gleichzeitig vermied er die Gefahr einer allzu eintönigen Behandlung, indem er starke Kontraste schuf, die seine Vorliebe für die Oper verrieten. Auf diesen wenigen Seiten, zwischen Meditation und großen dramatischen Momenten, demonstriert der Komponist das ganze Ausmaß seines Talents.
(Übersetzung Philippe Do)
Details: 2 Flöten, 2 Klarinetten, 2 Oboen, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Streicher
Abgesehen von diesen möglicherweise anekdotischen Umständen ist die Ode insofern besonders, als sie die wichtigsten ästhetischen Anliegen des jungen Saint-Saëns offenbart. Da er seit langem mit dem religiösen Repertoire vertraut war, ließ er sich von Jean-Jacques Rousseaus Gedicht, das sicherlich etwas altmodisch war, aber Möglichkeiten für eine schöne Chorkomposition bot, nicht abschrecken. Gleichzeitig vermied er die Gefahr einer allzu eintönigen Behandlung, indem er starke Kontraste schuf, die seine Vorliebe für die Oper verrieten. Auf diesen wenigen Seiten, zwischen Meditation und großen dramatischen Momenten, demonstriert der Komponist das ganze Ausmaß seines Talents.
(Übersetzung Philippe Do)
Details: 2 Flöten, 2 Klarinetten, 2 Oboen, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Streicher