Max d' Ollone
Pendant la tempête
sur un poème de Théophile Gautier, réduction pour voix et piano
Max d' Ollone
Pendant la tempête
sur un poème de Théophile Gautier, réduction pour voix et piano
- Besetzung Gesang und Orchester
- Komponist Max d' Ollone
- Bearbeiter Cyril Bongers
- Texter Théophile Gautier
- Ausgabe Klavierauszug und Stimme(n)
- Verlag Symétrie
- Bestell-Nr. 9790231806397
Beschreibung:
Pendant la tempête ist kein isoliertes Werk in Max d'Ollones Inszenierung, sondern gehört zusammen mit L'Été, Hymne und Sous-Bois zu einer Reihe von vier Chören, die im Zusammenhang mit dem Wettbewerb um den Prix de Rome entstanden sind. Er wurde 1803 ins Leben gerufen und nach den Ereignissen im Mai 1968 aufgehoben. Er war mehr als anderthalb Jahrhunderte lang die begehrteste französische Auszeichnung für Musikkomposition gewesen. Er wurde vom Institut de France organisiert und sicherte seinen Preisträgern, wenn nicht die Gewissheit einer einfachen zukünftigen Karriere, so doch zumindest einen wichtigen Zugang zur künstlerischen Welt und einen mehrjährigen Aufenthalt in Italien in der prestigeträchtigen Villa Medici. Tatsächlich widerstanden nur wenige der Anziehungskraft dieses Preises, der die Krönung eines langjährigen Studiums sein könnte. Selbst die fortschrittlichsten Vertreter der französischen Kunst wie Berlioz, Debussy oder Ravel bemühten sich, die eher konservativen Erwartungen der Académie des Beaux-Arts zu erfüllen. Ab 1894 nahm d'Ollone an dem Wettbewerb teil. Die erste Runde war eine Ausscheidungsrunde, in der die Kandidaten innerhalb einer Woche eine Fuge und einen Chor mit Orchesterbegleitung zu einem vorgegebenen Gedicht komponieren sollten. Die zweite Runde bestand in der Komposition einer großen Kantate für drei Solostimmen, wie Frédégonde, mit der er den bedeutenden Ersten Großen Preis gewann.
Das im Mai 1896 für seine dritte Teilnahme am Prix de Rome geschriebene Pendant la tempête (Während des Sturms) zählt nicht zu d'Ollones repräsentativsten Werken. Es handelt sich um ein frühes Werk, das für einen Wettbewerb geschrieben wurde, der mehrere Anforderungen an den Musiker erfüllen sollte. Dennoch kann dieses authentische kleine Gemälde nicht als bloße Stilübung betrachtet werden: Auf wenigen Seiten gelingt es dem Komponisten, die Atmosphäre von Gautiers eindrucksvollem Gedicht einzufangen, das die Phantasie beflügelt. Er folgt getreu dem dramatischen Verlauf der 4 kurzen Strophen in einer ebenso einfachen wie effizienten zweistimmigen Form. Nach dem gequälten Ausdruck der Nöte des Sturms erklingt das flehende Gebet des Tenorsolos, das bald darauf vom Chor in einem großen Tutti mit einer warmen Lyrik wiederholt wird, in einem letzten Hoffnungsschimmer, der nur durch das dumpfe Echo der immer noch bedrohlichen Wellen verdunkelt wird. Jenseits eines ästhetischen Ansatzes, der zwischen einer reinen technischen Demonstration, dem Ausdruck einer echten Originalität und dem Respekt vor der großen französischen Tradition hin- und hergerissen ist, gelingt es d'Ollone, die Homogenität eines hochgradig beherrschten Werks zu gewährleisten. Wie könnte man diesen Sturm nicht bewundern, der sich in Tonhöhe und Drehung mit der Sanftheit der a bocca chiusa-Männerstimmen kontrastiert, die den Solopart tragen? Kein Zweifel, so viele Verfeinerungen können nur für dieses noch zu entdeckende Repertoire plädieren.
(Übersetzung Philippe Do)
Details: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Streicher
Das im Mai 1896 für seine dritte Teilnahme am Prix de Rome geschriebene Pendant la tempête (Während des Sturms) zählt nicht zu d'Ollones repräsentativsten Werken. Es handelt sich um ein frühes Werk, das für einen Wettbewerb geschrieben wurde, der mehrere Anforderungen an den Musiker erfüllen sollte. Dennoch kann dieses authentische kleine Gemälde nicht als bloße Stilübung betrachtet werden: Auf wenigen Seiten gelingt es dem Komponisten, die Atmosphäre von Gautiers eindrucksvollem Gedicht einzufangen, das die Phantasie beflügelt. Er folgt getreu dem dramatischen Verlauf der 4 kurzen Strophen in einer ebenso einfachen wie effizienten zweistimmigen Form. Nach dem gequälten Ausdruck der Nöte des Sturms erklingt das flehende Gebet des Tenorsolos, das bald darauf vom Chor in einem großen Tutti mit einer warmen Lyrik wiederholt wird, in einem letzten Hoffnungsschimmer, der nur durch das dumpfe Echo der immer noch bedrohlichen Wellen verdunkelt wird. Jenseits eines ästhetischen Ansatzes, der zwischen einer reinen technischen Demonstration, dem Ausdruck einer echten Originalität und dem Respekt vor der großen französischen Tradition hin- und hergerissen ist, gelingt es d'Ollone, die Homogenität eines hochgradig beherrschten Werks zu gewährleisten. Wie könnte man diesen Sturm nicht bewundern, der sich in Tonhöhe und Drehung mit der Sanftheit der a bocca chiusa-Männerstimmen kontrastiert, die den Solopart tragen? Kein Zweifel, so viele Verfeinerungen können nur für dieses noch zu entdeckende Repertoire plädieren.
(Übersetzung Philippe Do)
Details: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Streicher