Giuseppe Porsile
Posa sopra d'un faggio
Kantate für Sopran, Altblockflöte und Bc
Giuseppe Porsile
Posa sopra d'un faggio
Kantate für Sopran, Altblockflöte und Bc
- Besetzung Sopran, Altblockflöte und Basso continuo
- Komponist Giuseppe Porsile
- Herausgeber Franz Müller-Busch
- Ausgabe Partitur und Stimmen
- Verlag Girolamo Musikverlag
- Bestell-Nr. GIRO11-015
inkl. MwSt.,
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Beschreibung:
Kantate für Sopran, Altblockflöte und Basso continuo
Herausgegeben von Franz Müller-Busch
Generalbassaussetzung von Eckhart Kuper
Giuseppe Porsile wurde am 5. Mai 1680 in Neapel geboren, wo er in einer Musikerfamilie aufwuchs und seine Ausbildung am dortigen Konservatorium erhielt. Bereits 1695 wurde Porsile jedoch nach Barcelona berufen, um die Hofkapelle Karls II. zu leiten. Mit dem Tod Karls II. im Jahre 1700 begannen die Streitigkeiten und der Krieg um die spanische Erbfolge, die auch 1703 mit der Ausrufung von Karl III. zum spanischen König nicht beendet waren, sondern im Gegenteil noch an Schärfe zunahmen. Porsile blieb während dieser Zeit am Hofe in Barcelona. 1711 wurde Karl III. in Wien als Karl VI. zum heiligen römischen Kaiser gekrönt. Porsile folgte Karl VI. noch im selben Jahr nach Wien und verbrachte dort die 39 Jahre bis zu seinem Tode am 29. Mai 1750 am Habsburger Kaiserhof.
Zusammen mit Johann Joseph Fux (1660-1741) und Antonio Caldara (ca. 1671-1736) nahm Porsile in Wien wichtige Positionen im Musikleben des Hofes ein. Er komponierte etwa 20 Opern und 13 Oratorien, dazu eine beträchtliche Zahl an Kantaten sowie Instrumentalmusik. Zudem war er Gesangslehrer der Kaiserin Elisabetta Cristina und deren Töchter Maria Josepha und Maria Amalia.
Nur wenige seiner Opern und Oratorien wurden außerhalb Wiens aufgeführt. Im Gegensatz dazu sind Abschriften seiner Kantaten in Belgien, Deutschland, England, Italien und Ungarn erhalten, was auf eine große Beliebtheit dieser Werke hindeutet. Geschätzt wurde er ebenfalls für seine ausdrucksstarken und leidenschaftlichen Arien sowie die kontrapunktische Anlage seiner Kompositionen. Hierdurch wurde er zum einzigen Vertreter der Neapolitanischen Schule, der sich am Habsburger Hof behaupten konnte.
Die vorliegende Kantate Posa sopra d'un faggio entstammt einem Manuskriptband mit der Signatur "Manuscript 1577a", der in der Liszt Ferenc Zeneakadémia in Budapest, Ungarn, aufbewahrt wird. Der ca. 1840 angefertigte Band trägt den Titel "Cantate / per una voca / del Singnore Giuseppe Porsile" und stammt ursprünglich aus der Singschule des Gesangsvereins von Ofen-Buda. Er enthält insgesamt 28 Kantaten. Die Kantate selbst ist überschrieben "Cantata. 26. à Flauto solo." und weist keinen Komponistennamen auf.
Unsere Erstausgabe der Kantate folgt weitestgehend der Quelle, lediglich die Akzidentiensetzung und Eigenheiten der Schreibweise des italienischen Textes wurden in die heute übliche Form gebracht. Alle Ergänzungen des Herausgebers sind in der Partitur als solche kenntlich gemacht.
Celle, im Juni 2015, Franz Müller-Busch
Herausgegeben von Franz Müller-Busch
Generalbassaussetzung von Eckhart Kuper
Giuseppe Porsile wurde am 5. Mai 1680 in Neapel geboren, wo er in einer Musikerfamilie aufwuchs und seine Ausbildung am dortigen Konservatorium erhielt. Bereits 1695 wurde Porsile jedoch nach Barcelona berufen, um die Hofkapelle Karls II. zu leiten. Mit dem Tod Karls II. im Jahre 1700 begannen die Streitigkeiten und der Krieg um die spanische Erbfolge, die auch 1703 mit der Ausrufung von Karl III. zum spanischen König nicht beendet waren, sondern im Gegenteil noch an Schärfe zunahmen. Porsile blieb während dieser Zeit am Hofe in Barcelona. 1711 wurde Karl III. in Wien als Karl VI. zum heiligen römischen Kaiser gekrönt. Porsile folgte Karl VI. noch im selben Jahr nach Wien und verbrachte dort die 39 Jahre bis zu seinem Tode am 29. Mai 1750 am Habsburger Kaiserhof.
Zusammen mit Johann Joseph Fux (1660-1741) und Antonio Caldara (ca. 1671-1736) nahm Porsile in Wien wichtige Positionen im Musikleben des Hofes ein. Er komponierte etwa 20 Opern und 13 Oratorien, dazu eine beträchtliche Zahl an Kantaten sowie Instrumentalmusik. Zudem war er Gesangslehrer der Kaiserin Elisabetta Cristina und deren Töchter Maria Josepha und Maria Amalia.
Nur wenige seiner Opern und Oratorien wurden außerhalb Wiens aufgeführt. Im Gegensatz dazu sind Abschriften seiner Kantaten in Belgien, Deutschland, England, Italien und Ungarn erhalten, was auf eine große Beliebtheit dieser Werke hindeutet. Geschätzt wurde er ebenfalls für seine ausdrucksstarken und leidenschaftlichen Arien sowie die kontrapunktische Anlage seiner Kompositionen. Hierdurch wurde er zum einzigen Vertreter der Neapolitanischen Schule, der sich am Habsburger Hof behaupten konnte.
Die vorliegende Kantate Posa sopra d'un faggio entstammt einem Manuskriptband mit der Signatur "Manuscript 1577a", der in der Liszt Ferenc Zeneakadémia in Budapest, Ungarn, aufbewahrt wird. Der ca. 1840 angefertigte Band trägt den Titel "Cantate / per una voca / del Singnore Giuseppe Porsile" und stammt ursprünglich aus der Singschule des Gesangsvereins von Ofen-Buda. Er enthält insgesamt 28 Kantaten. Die Kantate selbst ist überschrieben "Cantata. 26. à Flauto solo." und weist keinen Komponistennamen auf.
Unsere Erstausgabe der Kantate folgt weitestgehend der Quelle, lediglich die Akzidentiensetzung und Eigenheiten der Schreibweise des italienischen Textes wurden in die heute übliche Form gebracht. Alle Ergänzungen des Herausgebers sind in der Partitur als solche kenntlich gemacht.
Celle, im Juni 2015, Franz Müller-Busch