Guy Sacre
Quatre Exemples tirés des "Nécessités de la vie", poèmes de Paul Éluard
Guy Sacre
Quatre Exemples tirés des "Nécessités de la vie", poèmes de Paul Éluard
Beschreibung:
In einer Erzählung von Anatole France wollte der König von Persien "die Universalgeschichte der Menschen" kennen lernen. Da seine Gelehrten jedoch so lange gebraucht haben, um die Bände zusammenzustellen, wird er keine Zeit mehr haben, sie vor seinem Tod zu lesen. Ihr Dekan flüstert ihm diese markige Wendung ins Ohr: "Sie wurden geboren, sie litten, sie starben..."
Ich weiß nicht, ob Paul Éluard seine Exemples als Apologie konzipiert hat. Aber die Gedichte, die ich aus den vierzig dieser wenig bekannten Sammlung ausgewählt habe, scheinen mir jetzt, fast dreißig Jahre später, auf ihre rätselhafte Weise ebenfalls dieselbe Geschichte zusammenzufassen, und das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich sie zusammengebracht habe. Wer sie wörtlich und damit bildlich nimmt, dem fällt dieser Weg auf, der heimlich und doch fest vorgezeichnet ist. Hier ist die Jugend, deren Herz von Träumen überquillt und die glaubt, den intimen Feind besiegt zu haben, indem sie einfach so tut, als ob sie ihn ignoriert. Hier ist die Erinnerung an eine schnell verflogene Kindheit und der Schmerz über das Verschwinden ihrer wunderbaren Tugend. Diese Zusammenfassung - wieder einmal spät und ungeschliffen - darf den Interpreten nicht dazu verleiten, seine Palette sofort zu verdunkeln; im Gegenteil, in den ersten Stücken beabsichtige ich eher ein Weiß als ein Grau: das der Fensterscheiben, des Schnees, des offenen Himmels. Man nähert sich unschuldig, mit gemessenen Schritten, bis zum letzten Schrei, der das wieder geschlossene Glück und die immer fliehenden Häuser verkünden wird.
(Übersetzung John Tyler Tuttle)
Ich weiß nicht, ob Paul Éluard seine Exemples als Apologie konzipiert hat. Aber die Gedichte, die ich aus den vierzig dieser wenig bekannten Sammlung ausgewählt habe, scheinen mir jetzt, fast dreißig Jahre später, auf ihre rätselhafte Weise ebenfalls dieselbe Geschichte zusammenzufassen, und das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich sie zusammengebracht habe. Wer sie wörtlich und damit bildlich nimmt, dem fällt dieser Weg auf, der heimlich und doch fest vorgezeichnet ist. Hier ist die Jugend, deren Herz von Träumen überquillt und die glaubt, den intimen Feind besiegt zu haben, indem sie einfach so tut, als ob sie ihn ignoriert. Hier ist die Erinnerung an eine schnell verflogene Kindheit und der Schmerz über das Verschwinden ihrer wunderbaren Tugend. Diese Zusammenfassung - wieder einmal spät und ungeschliffen - darf den Interpreten nicht dazu verleiten, seine Palette sofort zu verdunkeln; im Gegenteil, in den ersten Stücken beabsichtige ich eher ein Weiß als ein Grau: das der Fensterscheiben, des Schnees, des offenen Himmels. Man nähert sich unschuldig, mit gemessenen Schritten, bis zum letzten Schrei, der das wieder geschlossene Glück und die immer fliehenden Häuser verkünden wird.
(Übersetzung John Tyler Tuttle)